Letztes Update am Do, 09.05.2019 10:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Frühhandel erneut schwächer



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Donnerstagvormittag klar tiefer gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 1,09 Prozent bei 3.379,88 Einheiten. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,75 Prozent auf 12.088,62 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,52 Prozent auf 7.233,16 Punkte.

Negative Vorgaben lieferten erneut die Wall Street und Asien, denn International steht der verschärfte Handelsstreit zwischen den USA und China im Fokus. Unmittelbar vor neuen Handelsgesprächen am Donnerstag und Freitag warf US-Präsident Donald Trump der Regierung in Peking vor, sich nicht an bereits getroffene Abmachungen zu halten. Die Aussichten einer kurzfristigen Einigung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt dürften damit schwinden.

Während die Spannungen zwischen den USA und China weiterschwelen, setzten auf Unternehmensseite Zahlenvorlagen Impulse. So startete die größte italienische Bank UniCredit wegen Sondereffekten und Einsparungen mit einem Gewinnsprung ins Jahr: Der Nettogewinn legte im ersten Quartal um 24,7 Prozent zu. Die Erträge sanken dagegen wegen der niedrigen Zinsen und höherer Refinanzierungskosten um 3 Prozent auf 5 Mrd. Euro. UniCredit gaben um 0,44 Prozent nach. Auch die italienische Banco BPM hatte vor Börsenbeginn Zahlen vorgelegt: Die Titel des Geldhauses sackten in Mailand um 5,84 Prozent ab.

Die Deutsche Telekom (plus 0,38 Prozent) verdiente zu Jahresbeginn vor allem aufgrund des US-Geschäfts operativ mehr. Das um Sondereffekte und die neue Leasing-Bilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im ersten Quartal um 8,3 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro. Der Nettogewinn ging jedoch um gut 9 Prozent auf 900 Mio. Euro zurück, weil die Übernahmekosten für Sprint belasteten.

Der recht milde Winter und eine starke Nachfrage in allen Geschäftsbereichen verhalfen dem deutschen Baustoffkonzern Heidelberg Cement zu einem dynamischen Start ins neue Jahr. Im normalerweise saisonal eher schwachen ersten Quartal konnte die Nummer zwei der Branche ihren Umsatz um 17 Prozent auf 4,2 (Vorjahr: 3,6) Mrd. Euro ausbauen. Die Aktien des Konzerns gewannen 2,19 Prozent.

Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal bekam unterdessen die zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen in der Branche zu spüren. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf 1,65 Mrd. US-Dollar. Die Anteilsscheine gaben um 4,67 Prozent nach.

Aktien der Zürich Insurance Group sanken um 1,07 Prozent. In der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung des Konzerns seien die Prämien um zwei Prozent auf 9,18 Mrd. Dollar (8,2 Mrd. Euro) zurückgegangen, wie der Schweizer Versicherungskonzern mitteilte.

Erneut brachte auch der Ausgang eines Fußballspiels Bewegung ins Spiel. Die Anteilsscheine von Ajax Amsterdam reduzierten sich um klare 20,43 Prozent, nachdem der Klub am Vortag aus der Champions League ausgeschieden war.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA131 2019-05-09/10:11




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