Letztes Update am Do, 09.05.2019 10:56

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Formel 1: Sao Paulo wehrt sich gegen Umzug des WM-Laufs nach Rio



Sao Paulo (APA/dpa) - Die brasilianische Metropole Sao Paulo wehrt sich gegen den angekündigten Umzug der Formel 1 nach Rio de Janeiro. Es gebe einen bis Dezember 2020 gültigen Vertrag für die Ausrichtung des Grand Prix von Brasilien, hieß es in einer am Mittwochabend (Ortszeit) verbreiteten gemeinsamen Erklärung der Stadt und des Bundesstaates Sao Paulo.

Seit vorigem November arbeite die Stadt an der Erneuerung des Vertrages ab 2021. „Das Rathaus von Sao Paulo und die Regierung des Staates Sao Paulo kennen kein Hindernis, das der Erneuerung des Vertrages entgegenstehen könnte“, hieß es in dem Communique.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte am Mittwoch laut Medienberichten gesagt, der Große Preis von Brasilien solle bereits nächstes Jahr in Rio stattfinden. Mit dem Gouverneur des Staates Rio de Janeiro, Wilson Witzel, und Bürgermeister Marcelo Crivella unterzeichnete er ein Kooperationsabkommen. In der Stadt am Zuckerhut soll in nur sechs bis sieben Monaten eine privat finanzierte Rennstrecke gebaut werden, die den Namen des 1994 tödlich verunglückten brasilianischen Rennfahrers und dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna tragen werde.

In Rio de Janeiro, der nach Sao Paulo größten Stadt Brasiliens, wurden bis 1989 Formel-1-Rennen gefahren, seit 1990 fanden sie nur noch in Sao Paulo statt. In diesem Jahr wird der Grand Prix von Brasilien am 17. November ausgetragen. Nach dem aktuellen Vertrag würde er auch 2020 noch in Sao Paulo stattfinden. In einem Tweet stellte Bolsonaro es so dar, dass die Formel 1 ohne die Entscheidung für Rio de Janeiro Brasilien verlassen hätte.




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