Letztes Update am Do, 09.05.2019 11:10

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen erneut klar tiefer



Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag erneut herbe Verluste verzeichnet. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 0,93 Prozent auf 21.402,13 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor 2,39 Prozent auf 28.311,07 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 1,48 Prozent auf 2.850,95 Punkte. In Südkorea gab der Kospi um satte 3,04 Prozent auf 2.102,01 Stellen nach.

Geopolitisch dürfte der sich zuspitzende Handelsstreit zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt, den USA und der Volksrepublik China, Börsianer beunruhigen. Unmittelbar vor neuen Handelsgesprächen am Donnerstag und Freitag warf US-Präsident Donald Trump der Regierung in Peking vor, sich nicht an bereits getroffene Abmachungen zu halten. Die Aussichten einer kurzfristigen Einigung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt dürften damit langsam schwinden.

Unternehmensseitig sorgten frische Zahlen des japanischen Autoherstellers Honda Motor für ein Kursminus der Aktien von 4,68 Prozent. Die Anteilsscheine von Sumitomo waren dagegen nach Zahlenveröffentlichung gut gesucht und stiegen um 3,40 Prozent. Am Ende des Nikkei-225 sackten Chiyoda um 7,69 Prozent ab, nachdem das Unternehmen seine Bücher geöffnet hatte.

Auch das Nikkei-Schwergewicht Softbank legte frische Zahlen vor. Die Kursbewegung belief sich auf plus 0,70 Prozent. Der Nettogewinn der Beteiligungsgesellschaft stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,5 Prozent. Im Vorjahr hatte sich der Ertrag noch um 16,0 Prozent verringert.

Titel von Yahoo Japan sprangen indes an die Spitze des japanischen Leitindex mit plus 9,39 Prozent. Der Konzern profitierten von der Anteilsaufstockung von Softbank.

In Hongkong waren die Anteilsscheine der Volvo-Mutter Geely Automobile mit annähernd 6,0 Prozent im Minus der schwächste Wert im Hang Seng. Die Anteilsscheine des Nahrungsmittelherstellers WH Group gaben um 5,80 Prozent nach.

Mit dem Blick auf Südkorea gerichtet, stachen die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix hervor. Samsung verloren 4,07 Prozent, die Anteilsscheine seines Zulieferers gaben um 5,35 Prozent nach.

Nach Angaben Südkoreas hatte Nordkorea am Donnerstagmorgen (MEZ) mehrere Projektile abgefeuert. Das südkoreanische Militär teilte mit, die Geschoße seien in Richtung Osten abgefeuert worden. Demnach war zunächst unklar, um was für Projektile es sich handelte. Der Abschuss erfolgte während eines Besuchs eines US-Gesandten in Seoul zu Gesprächen über einen Ausweg aus den festgefahrenen Atomgesprächen.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich unterdessen uneinheitlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 37.517,60 Zählern mit minus 0,72 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann hingegen 0,40 Prozent auf 6.377,30 Einheiten.




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