Letztes Update am Do, 09.05.2019 12:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zu Mittag weiterhin mit Verlusten



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf weiterhin mit klaren Verlusten tendiert. Unsicherheiten im Handelsstreit zwischen den USA und China belasteten die Märkte.

Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verlor 1,15 Prozent auf 3.378,04 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.05 Uhr mit 12.082,17 Punkten und minus 0,80 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London fiel um 0,47 Prozent und steht nun bei 7.236,56 Stellen.

Unmittelbar vor Beginn einer neuen Runde der Handelsgespräche mit den USA wies China Vorwürfe des US-Präsidenten Donald Trump zurück, seine bisher gemachten Versprechen gebrochen zu haben. „Die chinesische Seite hat ihre Versprechen gehalten, und das hat sich niemals geändert“, sagte der Sprecher des Handelsministeriums.

Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt steuern im Handelsstreit auf eine entscheidende Machtprobe am Freitag zu. Die USA wollen mitten in den Verhandlungen mit China neue Sonderzölle erheben. Das überschattet bereits im Vorfeld die Gespräche und macht die Finanzmärkte rund um den Globus nervös.

Während die Spannungen zwischen den USA und China weiterschwelen, setzten auf Unternehmensseite Zahlenvorlagen Impulse. So startete die größte italienische Bank UniCredit wegen Sondereffekten und Einsparungen mit einem Gewinnsprung ins Jahr: Der Nettogewinn legte im ersten Quartal um 24,7 Prozent zu. UniCredit stiegen um 0,24 Prozent.

Auch die italienische Banco BPM hatte vor Börseneröffnung Quartalszahlen vorgelegt: Die Titel des Geldhauses sackten in Mailand um 6,77 Prozent ab.

Die Deutsche Telekom (minus 0,12 Prozent) verdiente zu Jahresbeginn vor allem aufgrund des US-Geschäfts operativ mehr. Das um Sondereffekte und die neue Leasing-Bilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im ersten Quartal um 8,3 Prozent auf 5,9 Mrd. Euro.

Der recht milde Winter und eine starke Nachfrage in allen Geschäftsbereichen verhalfen dem deutschen Baustoffkonzern Heidelberg Cement zu einem dynamischen Start ins neue Jahr. Im normalerweise saisonal eher schwachen ersten Quartal konnte die Nummer zwei der Branche ihren Umsatz um 17 Prozent ausbauen. Die Aktien gewannen 2,56 Prozent.

Die Anteilsscheine von ArcelorMittal sackten um 4,61 Prozent ab. Der weltgrößte Stahlhersteller bekam unterdessen die zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Bedingungen in der Branche zu spüren. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf 1,65 Mrd. US-Dollar.

Aktien der Zürich Insurance Group sanken um 1,07 Prozent. In der größten Sparte Schaden- und Unfallversicherung des Konzerns seien die Prämien um zwei Prozent zurückgegangen, wie der Schweizer Versicherungskonzern mitteilte.

In London zeigten sich indes die Papiere der BT Group um 1,51 Prozent tiefer. Der Konzern hatte seinen Jahresabschluss vorgelegt, der wohl enttäuschen aufgenommen wurde.

Erneut brachte auch der Ausgang eines Fußballspiels Bewegung ins Spiel. Die Anteilsscheine von Ajax Amsterdam reduzierten sich um klare 17 Prozent, nachdem der Klub am Vortag aus der Champions League ausgeschieden war.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA253 2019-05-09/12:22




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