Letztes Update am Do, 09.05.2019 12:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Südsudan bekommt mehr Zeit für Umsetzung von Friedensabkommen



Juba (APA/dpa) - Der Krisenstaat Südsudan bekommt für die Umsetzung eines im vergangenen Jahr abgeschlossenen Friedensabkommens mehr Zeit. Die ursprünglich bis Sonntag vorgesehene Bildung einer Einheitsregierung wird auf Antrag der Konfliktparteien um sechs Monate verschoben, wie die ostafrikanische Regionalgemeinschaft IGAD am Donnerstag erklärte. Es könne keine weitere Verlängerung geben, hieß es.

Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar hatten das Friedensabkommen im September unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass Machar wieder zum Vizepräsidenten ernannt wird. Ob das Abkommen erfolgreich umgesetzt werden kann, muss sich allerdings noch zeigen. Die Widersacher hatten schon einmal 2015 einen Friedensvertrag unterzeichnet, der später aber scheiterte.

Der Südsudan erlangte 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan, doch nur zwei Jahre später brach ein Bürgerkrieg zwischen Kiirs Anhängern und denen seines damaligen Vizes Machar aus. Seitdem sind Zehntausende Menschen getötet worden und nach UN-Angaben mehr als vier Millionen Menschen - etwa ein Drittel der Bevölkerung - geflohen.




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