Letztes Update am Do, 09.05.2019 13:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


AKNÖ und Landeskriminalamt warnen vor Betrugsmasche per E-Mail



St. Pölten (APA) - Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) und das Landeskriminalamt haben am Donnerstag vor Betrügern gewarnt, die mit der Veröffentlichung privater Aufnahmen drohen. Derartige E-Mails seien derzeit wieder verbreitet im Umlauf, hieß es in einer Aussendung. „Zahlen Sie keinesfalls, sondern löschen Sie das E-Mail sofort“, rieten AKNÖ-Präsident Markus Wieser und die Polizei.

„Bezahlen Sie 460 Dollar in Bitcoins - andernfalls werden private Aufnahmen von sexuellen Handlungen veröffentlicht“ hieß es der Aussendung zufolge in einem Schreiben, das eine Niederösterreicherin kürzlich per E-Mail erhielt. Die Aufnahmen hätten die Täter über die Webcam des Notebooks der Frau mitgefilmt, nachdem sie illegal entsprechende Schadsoftware installiert hätten. „Diese E-Mails dienen dazu, über Einschüchterungsmaschen Opfer dazu zu bringen, Geld zu überweisen, um die angedrohten Konsequenzen zu vermeiden“, wurde in der Aussendung mitgeteilt. Gedroht werde damit, das angebliche Video an Familie und Freunde zu schicken, sollte man sich weigern zu zahlen.

Besonders häufig versuchen es Betrüger demnach auch mit gefälschten E-Mails, um an die Daten der Empfänger zu gelangen. Hilfreich sei dabei ein Blick auf die Absender-Adresse. „Öffnen Sie keine Links oder Anhänge in dubiosen Mails - etwa, wenn Sie mit der angeblichen Absender-Firma noch nie Kontakt hatten oder die Nachrichten in fremder Sprache oder fehlerhaft geschrieben sind. Sollte Geld versprochen werden, ist immer äußerste Vorsicht geboten“, wurde gewarnt. Weiters wurde dazu geraten, keine Daten bekannt zu geben und im Zweifelsfall bei der nächsten Polizeidienststelle unter der Telefonnummer 059-133 Anzeige zu erstatten.




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