Letztes Update am Do, 09.05.2019 14:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rebellen in Syrien verlieren weiter an Boden



Hama (APA/dpa) - Die Rebellen in Syrien verlieren Aktivisten zufolge nach Regierungsangriffen weiter an Boden. Die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad und dessen Verbündetem Russland verstärkten ihre Luftangriffe im Nordwesten des Landes, wie die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ am Donnerstag meldete. Dort liegt das letzte große Rebellengebiet.

Zu Kämpfen kam es unter anderem bei Kalat al-Mudik im Norden der Provinz Hama. Von dort aus hätten Rebellen Raketen auf eine russische Luftwaffenbasis nahe der Küste gefeuert, hieß es aus regierungsnahen Quellen. Die Al-Kaida-nahe Miliz Hayat Tahrir al-Sham (HTS) und die Nationale Befreiungsfront zogen sich Aktivisten zufolge nun aus dem Ort zurück. Zuvor hatten sie bereits den Kampf um einen strategisch wichtigen Nachbarort entlang einer Versorgungsroute verloren.

Laut Aktivisten nahmen syrische und russische Jets am Donnerstag weitere Orte in der Rebellenhochburg ins Visier. Das Kampfgebiet liegt teilweise in einer entmilitarisierten Pufferzone. Auf diese hatten sich Russland sowie die Türkei als Verbündeter der Opposition im vergangenen September geeinigt. Die Pufferzone sollte eine Offensive der Regierung verhindern.

Truppen des US-Militärbündnisses suchten unterdessen nach Extremisten, die sich im Osten des Landes versteckt halten sollen. Bei dem nächtlichen Einsatz bei Deir ez-Zor (Dair as-Saur) wurden der Syrischen Beobachtungsstelle zufolge sieben Zivilisten getötet. Auch in Nähe der früheren IS-Hochburg Baghouz an der syrisch-irakischen Grenze sollen sich immer noch Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) versteckt halten. Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hatten Baghouz unter kurdischer Führung im Frühjahr eingenommen.




Kommentieren