Letztes Update am Do, 09.05.2019 14:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


3,5 Mrd. Umsatz, 12.000 Bestattungen - Wiener Stadtwerke feiern 70er



Wien (APA) - Die Wiener Stadtwerke feiern den 70. Geburtstag: Seit 1949 ist der Infrastrukturkonzern für wichtige kommunale Bereiche wie Verkehr oder Energie zuständig. Die jährlichen Erlöse betragen rund 3,5 Mrd. Euro. Seit Bestehen wurden 70 Mrd. Euro investiert, wie am Donnerstag in einer Pressekonferenz vorgerechnet wurde. Gebaut bzw. errichtet wird aber auch in den nächsten Jahren.

Die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und die beiden Vorstände Martin Krajcsir und Peter Weinelt verwiesen auf das aktuelle Leistungsspektrum der Stadtwerke, die, wie betont wurde, mit ihren rund 15.000 Mitarbeitern zu den 25 größten Unternehmen Österreichs gehören. Die Konzernteile Energie (also etwa Wien Energie oder Wiener Netze) und Wiener Linien werden durch den Betrieb von Garagen sowie die Friedhöfe bzw. die Bestattung - immerhin werden jährlich rund 12.000 Begräbnisse durchgeführt - ergänzt.

1949 seien bereits bestehende Betriebe mittels entsprechendem Gemeinderatsbeschluss zusammengeführt worden, wurde heute an die „Stunde null“ nach dem Krieg erinnert. Später seien der Garagenbetreiber Wipark oder auch die Heizbetriebe - heute Fernwärme - übernommen worden. Bis 1999 verblieben die Stadtwerke in der Obhut des Magistrats, 1999 folgte die Ausgliederung und Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. 2001 wurde die Wien Energie ins Leben gerufen.

Als wohl größter Brocken in Sachen Investitionen gilt der U-Bahn-Bau. 1978 wurden mit der U1 - konkret mit dem Teilstück zwischen Karlsplatz und Reumannplatz - die ersten Untergrund-Kilometer in Betrieb genommen. An der diesbezüglichen Sonderrolle der Verkehrsbetriebe ändert sich auch demnächst wenig. Von den bis 2023 projektierten 4,15 Mrd. Euro Investitionen der Stadtwerke werden rund 1,696 Mrd. Euro in den Bau der U5 bzw. die Verlängerung der U2 sowie in neue Öffi-Fahrzeuge fließen.

1,343 Mrd. Euro sind weiters für Erweiterungen bei den Wiener Netzen vorgesehen. Groß ist auch noch der Anteil an Investitionen in erneuerbare Energien. Sie wurden für die kommenden Jahre mit 943 Mio. Euro beziffert, wobei der Schwerpunkt hier bei der Photovoltaik liegt - da Windkraft in einer Stadt wie Wien keine Rolle spielt, wie betont wurde.

Die Investitionen würden von privaten Unternehmen so nicht getätigt werden, zeigte sich Sima überzeugt. Den Stadtwerken hingegen gehe es nicht darum, Gewinne zu machen. „Das heißt nicht, dass Geld keine Rolle spielt, im Gegenteil“, beteuerte die Ressortchefin - die auch eine Zukunftsvision skizzierte: Geplant sei, dass Kunden künftig nach dem One-Stop-Shop-System sämtliche Leistungen bzw. Angebote der Wiener Stadtwerke in Anspruch nehmen können. Dies dauere aber noch ein bisschen, bat sie um Geduld.

Unterdessen wird jedenfalls gefeiert: Das „70 Jahre Zukunftsfest“ geht am 11. Mai, also am kommenden Samstag, an verschiedenen Örtlichkeiten wie dem Kraftwerk Simmering, der Müllverbrennung Spittelau, dem Verkehrsmuseum oder auch dem Bestattungsmuseum über die Bühne. Geboten wird dabei auch ein Blick hinter die Kulissen. Angekündigt wurden etwa Kraftwerksführungen.

~ WEB http://www.wienerstadtwerke.at ~ APA357 2019-05-09/14:23




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