Letztes Update am Do, 09.05.2019 15:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen eröffnen mit klaren Verlusten, Dow gibt 0,84 Prozent ab



New York (APA) - Die US-Börsen haben am Donnerstag erneut schwächer eröffnet. Das Thema des Tages bleibt der US-chinesische Handelsstreit, der zuletzt wieder aufzuflammte. Daneben rückten auch wichtige Einzelwerte in den Mittelpunkt.

Gegen 15.45 Uhr fiel um der Dow Jones Industrial Index um 0,84 Prozent auf 25.750,22 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 0,87 Prozent auf 2.854,23 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 1,11 Prozent auf 7.854,98 Einheiten nach.

Bevor am heutigen Donnerstag die Handelsgespräche in Washington fortgesetzt werden, hatte US-Präsident Donald Trump während einer Wahlkampfveranstaltung in Florida die chinesische Führung abermals bezichtigt, ihr Wort gebrochen zu haben. Er bekräftigte außerdem, ab Freitag die bereits geltenden Sonderzölle auf Importe aus China von 10 auf 25 Prozent anheben zu wollen. China würde mit Gegenmaßnahmen antworten, ließ Peking mitteilen.

Zu der Thematik wurden darüber hinaus Konjunkturdaten veröffentlicht. Das Handelsdefizit der USA sei im März um 16,2 Prozent auf ein Fünf-Jahres-Tief von 20,7 Mrd. Dollar gesunken, wie das Handelsministerium mitteilte.

Experten erklärten, Trump habe die Märkte mit seinen Aussagen in „Geiselhaft genommen“. Darüber hinaus verunsichere Anleger auch die Iran-Situation, die ebenfalls zu eskalieren drohe.

Zuletzt dürfte ein erneuter Raketentest Nordkoreas an dem Vertrauen der Investoren gerüttelt haben. Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat südkoreanischen Angaben zufolge ihre Waffentests fortgesetzt - und die internationale Gemeinschaft damit erneut gereizt.

Unter den Einzelwerten rückten innerhalb des Dow Jones die Anteilsscheine von Walt Disney und Intel in den Vordergrund. Die Aktien von Disney hielten sich mit einem geringfügigen Minus von 0,05 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt, nachdem der Konzern am Vortag nachbörslich seine Bücher geöffnet hatte. In den drei Monaten bis Ende März stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp drei Prozent.

Die Anteilscheine von Intel verloren 4,45 Prozent. Zuvor war bekannt geworden, der Halbleiterkonzern erwarte sich für die nächsten Jahre ein geringeres Umsatzwachstums. Im Kielwasser dessen reduzierten sich die Titel von D (minus 1,96 Prozent), Micron (minus 2,93 Prozent) und Nvidia (minus 3,16 Prozent). Darüber hinaus dürften im Halbleitersektor die Nachrichten um den Handelsstreit belastet haben.

Chevron-Aktien stiegen unterdessen um 2,80 Prozent. Im Bieterkampf um Anadarko warf der US-amerikanische Ölgigant das Handtuch und kündigte stattdessen eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms an. Kreisen zufolge hatte Anadarko gehofft, dass Chevron den Bieterwettkampf weiter vorantreibt, nachdem Occidental Petroleum eingestiegen und mit seinem Gebot Chevron ausgestochen hatte.

Anadarko-Titel sanken am heutigen Handelstag um 2,82 Prozent. Occidental Petroleum verloren gar 5,91 Prozent.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA421 2019-05-09/15:50




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