Letztes Update am Do, 09.05.2019 21:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steinmeier: Europa darf nicht in Nationalstaatlichkeit zurückfallen



Ljubljana (APA/dpa) - Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Slowenien davor gewarnt, dass die europäischen Staaten wieder in ein nationalstaatliches Konkurrenzdenken zurückfallen. Steinmeier sagte am Donnerstag laut Redemanuskript in Ljubljana anlässlich eines Abendessens mit dem slowenischen Präsidenten Borut Pahor, Europa brauche den Streit um den richtigen Weg, aber als Union.

Auch darum gehe es bei der Europawahl in zwei Wochen. Daher sollten möglichst viele Menschen wählen gehen, für ein starkes, geeintes Europa. Zugleich würdigte der Bundespräsident seinen slowenischen Amtskollegen dem Redemanuskript zufolge als Politiker, der sich unermüdlich - überzeugt und überzeugend - für den Wert Europas einsetze. Pahor, der gerade von einem Treffen mit den Westbalkanländern zurückgekehrt war, trete zudem für Versöhnung und mehr europäische Integration in Südosteuropa ein.

Steinmeier besucht für zwei Tage Slowenien, neben Treffen mit Pahor waren auch Gespräche mit dem Präsidenten der Nationalversammlung, Dejan Zidan, sowie am Freitag mit Ministerpräsident Marjan Sarec eingeplant. Slowenien gilt unter den jungen EU-Staaten als besonders europafreundlich. Präsident Pahor wird als Brückenbauer zu den restlichen Balkanstaaten gesehen. Steinmeier war zuvor bereits in Bulgarien und Kroatien.




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