Letztes Update am Do, 09.05.2019 22:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen



New York (APA) - Die US-Börsen haben am Donnerstag im Minus geschlossen. Weiterhin sorgte der Handelskonflikt zwischen China und den USA für Unsicherheit unter den Anlegern. Daneben sorgte eine verhaltene Umsatzprognose von Intel für getrübte Stimmung.

Der Dow Jones verlor 0,54 Prozent auf 25.828,36 Einheiten. Der marktbreite S&P-500 Index gab um 0,30 Prozent auf 2.870,72 Zähler nach. Der technologielastige Nasdaq Composite Index fiel um 0,41 Prozent auf 7.910,59 Zähler.

Die USA haben die von Präsident Donald Trump angekündigte Erhöhung von Sonderzöllen für Einfuhren aus China offiziell gemacht. In einem am Donnerstag veröffentlichten Dokument im Federal Register - dem US-Gesetzblatt - heißt es, der US-Handelsbeauftragte habe eine Direktive von Präsident Trump umgesetzt und beschlossen, die Zölle von 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Betroffen sind von Freitag an Wareneinfuhren im Wert von 200 Mrd. Dollar.

Auch verbal haben beide Seiten vor möglicherweise entscheidenden neuen Gesprächen den Druck erhöht. Peking wies Vorwürfe aus Washington zurück, sich nicht an bereits gemachte Zusagen zu halten und betonte, nicht vor dem „Druck zu kapitulieren“. US-Präsident Donald Trump hatte dem Land zuvor offen vorgeworfen, das geplante „Abkommen gebrochen“ zu haben.

Unterdessen ist das von Trump beanstandete Defizit im Warenhandel mit der Volksrepublik auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Es sank im März um 16,2 Prozent auf 20,7 Mrd. Dollar, wie das Handelsministerium am Nachmittag mitteilte.

Auf Unternehmensseite rückte Intel in den Mittelpunkt. Der Halbleiterkonzern erwartet für die nächsten drei Jahre ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Dabei werde sich das Geschäft mit Chips für PCs stabil bis leicht rückläufig entwickeln, teilte der Konzern auf einer Analystenkonferenz mit. Intel hatte erst Ende April seine Prognosen für das laufende Jahr gesenkt, nachdem das Geschäft mit Chips für Rechenzentren zuletzt erstmals seit Jahren zurückging. Die Aktie rutschte mit einem Minus von 5,32 Prozent ans untere Ende des Dow Jones ab.

Außerdem legte der Unterhaltungsriese Walt Disney Quartalsergebnisse vor. In den drei Monaten bis Ende März stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp drei Prozent auf 14,9 Mrd. Dollar. Dabei profitierte der Umsatz bereits von der Übernahme großer Teile des Rivalen 21st Century Fox, die sich zum Quartalsende erstmals in der Bilanz bemerkbar machte. Der Gewinn stieg um über 85 Prozent auf 5,5 Mrd. Dollar. Allerdings ist der Vergleichswert wegen hoher Sonderfaktoren aufgrund der Fox-Übernahme verzerrt. Die Disney-Aktien gehörten mit einem Minus von 1,04 Prozent dennoch zu den schwächsten Dow-Werten.

An die Spitze des Index setzten sich dagegen die Aktien von Chevron mit einem Plus von 3,14 Prozent. Im Bieterkampf um das Ölförderunternehmen Anadarko warf der Ölkonzern das Handtuch und kündigte stattdessen eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms an. Kreisen zufolge hatte Anadarko gehofft, dass Chevron den Bieterwettkampf weiter vorantreibt, nachdem Occidental Petroleum eingestiegen und mit seinem Gebot Chevron ausgestochen hatte. Die Titel von Anadarko gaben um über drei Prozent nach, jene von Occidental Petroleum um fast sechseinhalb Prozent.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA578 2019-05-09/22:25




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