Letztes Update am Fr, 10.05.2019 00:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pentagon setzt Bemühen zur Bergung von Gebeinen aus Korea-Krieg aus



Washington (APA/dpa) - Weiterer Rückschritt in den Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA: Das Pentagon hat die Bemühungen zur Bergung von Gebeinen von US-Soldaten aus dem Korea-Krieg in Nordkorea ausgesetzt. Das nordkoreanische Militär habe schon vor dem zweiten Gipfel von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un im Februar in Hanoi die Kommunikation eingestellt.

Das teilte das Pentagon am Donnerstag (Ortszeit) mit. Für das bis Ende September laufende Budgetjahr sei es nun zu spät, noch eine gemeinsame Bergungsoperation einzuleiten.

Kim hatte Trump beim ersten Gipfel in Singapur im Juni vergangenen Jahres zugesagt, sterbliche Überreste von US-Soldaten aus dem Korea-Krieg (1950-53) überführen zu lassen. Im August hatte eine US-Militärmaschine 55 Särge mit sterblichen Überresten von mutmaßlich im Korea-Krieg gestorbenen US-Soldaten von Nordkorea nach Hawaii geflogen. Trump hat sich Kim für die Überführung der Gebeine bedankt.

Im Korea-Krieg waren rund 33.000 US-Soldaten getötet worden, hinzu kamen mehr als 8000 Vermisste. Zwischen 1996 und 2005 gruben amerikanische Teams bereits die Gebeine von mehr als 220 Soldaten in Nordkorea aus - die Aktion wurde jedoch 2005 wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen. Trump bemüht sich darum, Kim zur nuklearen Abrüstung zu bewegen und stellt ihm dafür wirtschaftliche Zusammenarbeit in Aussicht. Der Gipfel in der vietnamesischen Hauptstadt war aber ergebnislos zu Ende gegangen.




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