Letztes Update am Fr, 10.05.2019 09:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer Gea-Chef startet Konzernumbau und streicht Stellen



Düsseldorf (APA/Reuters) - Der seit drei Monaten amtierende Gea-Chef Stefan Klebert hat den Startschuss für den geplanten Umbau des unter Druck geratenen deutschen Anlagenbauers gegeben. Vor allem sollen kurzfristig Überkapazitäten im Bereich Milchverarbeitung abgebaut und weltweit bis zu 250 der insgesamt rund 18.700 Stellen gestrichen werden.

„Die notwendigen Rückstellungen für die jetzt geplanten Restrukturierungsmaßnahmen werden zwischen 30 und 45 Millionen Euro liegen und voraussichtlich im zweiten Quartal gebucht werden“, erklärte Klebert am Freitag. Parallel dazu werde an der künftigen Konzernstruktur gearbeitet, die am 24. Juni dann präsentiert werden soll.

Klebert hatte kurz nach seinem Amtsantritt bereits angekündigt, die Zwei-Säulen-Strategie aufzugeben und den Konzern - wie schon vor seiner Umstrukturierung im Jahr 2015 - wieder in mehrere Bereiche aufzuteilen. Der für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie produzierende Anlagenbauer sei im Kern ein gesundes Unternehmen und habe kein Nachfrage-, sondern ein Ergebnisproblem, hatte der Manager erklärt.

Zum Jahresauftakt legte der Auftragseingang denn auch um 7,6 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro zu, der Umsatz stieg im ersten Quartal um 1,7 Prozent auf 1,057 Mrd. Euro. Unterdessen sank der operative Gewinn (Ebitda) vor Restrukturierungsaufwendungen um 2,8 Prozent auf 74,6 Mio. Euro.

Klebert bekräftigte seine Jahresprognose, die moderate Einbußen beim Umsatz vorsieht. Das Ebitda soll vor Restrukturierungsaufwendungen 450 bis 490 Mio. Euro erreichen. 2018 hatte der Konzern bei einem Umsatzplus von 4,9 Prozent auf 4,82 Mrd. Euro einen Rückgang des Ebitda auf 518,2 (564) Mio. Euro verbucht und damit das bereits reduzierte Ziel verfehlt.

~ ISIN DE0006602006 WEB http://www.gea.com/de ~ APA122 2019-05-10/09:07




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