Letztes Update am Fr, 10.05.2019 11:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Rentenmarkt am Vormittag mit tieferen Notierungen



Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat heute, Freitag, am späten Vormittag mit Abschlägen gegenüber dem Vortag tendiert. Die Renditen legten in allen Laufzeiten zu. Im Fokus des Handelstages stand bis dato die Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Datenseitig wurden Zahlen zu den deutschen Exporten und Importen sowie Industrieproduktionszahlen aus einigen europäischen Ländern veröffentlicht.

Die Experten der Helaba attestieren dem Marktgeschehen eine anhaltende Risikoaversion. „Zuspitzungen im Handelskonflikt und im Ringen mit dem Iran sind dafür verantwortlich. Das Ereignisrisiko ist hoch. Dass es heute in beiden Themen Entspannung geben wird, halten wir nicht für wahrscheinlich“, fassen die Experten in ihrem Tagesausblick zusammen.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wurde in der Nacht auf Freitag um eine Facette reicher. Ungeachtet der laufenden Handelsgespräche mit China haben die USA die Sonderzölle auf China-Einfuhren in der Nacht auf Freitag mehr als verdoppelt. China kündigte unmittelbar danach „notwendige Gegenmaßnahmen“ an. Trotz der Eskalation wollen beide Seiten ihre zweitägigen Verhandlungen in Washington am Freitag fortsetzen.

Aus Deutschland kamen überraschend erfreuliche Konjunkturdaten: Die deutschen Exporte und auch die Importe haben im März zugelegt: Demnach wurden im März Waren im Wert von 118,3 Mrd. Euro exportiert, um 1,9 Prozent mehr als im März 2018. Importiert wurden in dem Monat Waren im Wert von 95,6 Mrd. Euro und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Industrieproduktion in Italien hingegen ging zurück - die Produktion der italienischen Firmen ging im März um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, und auch in Frankreich schrumpfte die Industrieproduktion im März um 0,9 Prozent. Am Nachmittag könnten die US-Verbraucherpreise für April für Impulse an den Märkten sorgen.

Heute um 11.05 Uhr notierte der marktbestimmende Juni-Kontrakt des Euro-Bund-Future an der Eurex Deutschland in Frankfurt mit 166,04 um 22 Ticks unter dem letzten Settlement von 166,26. Das bisherige Tageshoch lag bei 166,40, das Tagestief bei 165,94. Die Tagesbandbreite umfasst bisher also 46 Basispunkte. Der Handel verläuft bei hohem Volumen. In Frankfurt wurden bisher 218.397 Juni-Kontrakte gehandelt.

Die Rendite der 30-jährigen heimischen Bundesanleihe lag heute Früh bei 1,06 (zuletzt: 1,03) Prozent, die zehnjährige Benchmark-Bundesanleihe rentierte mit 0,28 (0,25) Prozent, die fünfjährige mit -0,25 (-0,27) Prozent und die zweijährige lag bei -0,56 (-0,58) Prozent.

Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Benchmark-Anleihe betrug für die 30-jährige Bundesanleihe am Vormittag 45 (zuletzt: 45) Basispunkte. Die zehnjährige Referenz-Bundesanleihe lag 43 (42) Basispunkte über der deutschen Zinskurve. Für die fünfjährige errechnet sich ein Rendite-Abstand von 32 (31) Basispunkten und für die zweijährige ein Aufschlag von 5 (4) Punkten gegenüber der vergleichbaren deutschen Anleihe.

Börsenkurse und Taxen ausgewählter Benchmark-Anleihen im Interbankenhandel:

~ Emission LZ Kupon Handel --- Rendite Spread Börsekurs --- -- --- Geld Brief (in BP) Vortag Bund 47/02 30 1,50 110,48 110,68 1,06 45 111,52 Bund 29/02 10 0,75 102,12 102,17 0,28 43 102,45 Bund 24/10 5 0,00 110,39 110,56 -0,25 32 110,59 Bund 21/09 2 3,90 109,56 109,62 -0,56 5 109,62 ~




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