Letztes Update am Fr, 10.05.2019 12:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Pflanzenschutzmittel - Notfallzulassungen zuletzt gestiegen



Wien (APA) - Nicht dauerhafte - und ebenso umstrittene - Hoffnung bieten den Bauern manchmal Notfallzulassungen für bestimmte Pflanzenschutzmittel. Sie dürfen für maximal 120 Tage erteilt werden, wenn sie angesichts einer anders nicht sicher abzuwehrenden Gefahr notwendig ist. Zuletzt gab es eine steigende Tendenz.

Das geht aus einer kürzlich erfolgten parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) an die SPÖ hervor. Demnach gab es in den Jahren 2011 bis 2015 jeweils zwischen 28 und 38 Notfallzulassungen für den konventionellen und biologischen Landwirtschaftsbereich. Im Jahr 2016 waren es 40, in den beiden vergangenen Jahren jeweils 44. Heuer gab es alleine bis 29. April 40 Notfallzulassungen, wie ein Sprecher der zuständigen Zulassungs- und Kontrollbehörde für Pflanzenschutzmittel in Österreich, dem Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES), auf APA-Anfrage mitteilte.

Die Verwendung bzw. Anwendung von Pflanzenschutzmitteln liegt in der Kompetenz der Bundesländer. So werden auch die Notfallzulassungen zum Teil auf einzelne, teils auf mehrere und teils auf alle Bundesländer gegeben.

Das Instrument der Notfallzulassung kann für besondere Gefahrensituationen in der Landwirtschaft herangezogen werden, heißt es auf der BAES-Homepage. Erst nach genauer rechtlicher und fachlicher Prüfung eines Antrags könne, unter Einbeziehung der Bundesländer, eine solche Notfallzulassung für maximal 120 Tage unter strengen Auflagen erteilt werden, wenn keine Alternativen zur Schädlingsabwehr zur Verfügung stehen. Hierbei wird auch immer die europäische Kommission informiert.




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