Letztes Update am Fr, 10.05.2019 14:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Life Ball - Nach Aus Probleme für steirische Aidshilfe-Klienten



Graz (APA) - Das Aus für den Life-Ball stellt die Klienten der Aidshilfe Steiermark vor eine schwierige Situation, wie Geschäftsführer Manfred Rupp am Freitag der APA sagte. Die Aidshilfe-Tätigkeit sei durch Mittel der öffentlichen Hand gedeckt, aber mit den Life-Ball-Spenden habe man z. B. Therapien für Klienten bezahlt, die finanziell nicht so gut situiert seien. 2018 habe man 17.000 Euro dafür erhalten.

Man müsse bedenken, dass die Spenden auch jedes Jahr weniger geworden wären. 2017 seien es rund 21.000 Euro gewesen, 2016 waren es noch rund 40.000 Euro. Mit letzterer Summe sei es ganz gut gelungen, vor allem bedürftige Klienten zu unterstützen. Man habe rund 300 Personen in direkter Betreuung, davon sei ein Drittel in einer engmaschigen Betreuung. Es handle sich oft um Personen, die Mindestsicherung bezögen oder arbeitslos seien. Für viele Therapien werde ein Selbstbehalt verlangt, da habe man direkt helfen können.

Wie man künftig die Mittel dafür aufbringen könne, wisse man nicht, sagte Rupp. Die Aidshilfe Steiermark bekomme für solche Zwecke zwar auch Spenden durch Projekte oder von Firmen, aber eine solche Summe könne man nicht leicht aufbringen. Eine Idee wäre die Gründung eines Unterstützungsvereins, so etwas gebe es auch in Wien. Aber das sei eben sehr personalintensiv.




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