Letztes Update am Fr, 10.05.2019 14:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit: Bewerbungsfrist endet



Wien (APA) - Mit Freitag, 24.00 Uhr, endet die Bewerbungsfrist für den Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit. Gesucht wird ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Michaela Kardeis, die auf den Posten einer Verbindungsbeamtin in den USA wechseln soll. Wer sich für den Job beworben hat, wurde am Freitag noch unter der Decke gehalten. Allerdings wurden bereits einige aussichtsreiche Namen kolportiert.

Da wäre zunächst Helgar Thomic-Sutterlüti zu nennen. Der ehemalige Kabinettschef von Vizekanzler und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache ist derzeit Leiter der Gruppe I/A und damit - pikanterweise - Anlaufstelle für die Bewerbungen für den Posten. Zu hören war bereits im März auch eine andere Variante. Der Chef der Sektion 1, Karl Hutter, dessen Stellvertreter Thomic-Sutterlüti ist, würde demzufolge in die Sektion 2 - eben die Generaldirektion für die Öffentliche Sicherheit - wechseln und Thomic-Sutterlüti würde Hutters Nachfolger.

Ambitionen und Chancen werden auch Robert Stocker nachgesagt, der derzeit die Abteilung II/13 (SKKM - Staatliches Krisen-und Katastrophenmanagement und Koordination Zivile Sicherheit) leitet. Auch ihm werden gute Beziehungen zur FPÖ nachgesagt. Als eine weitere Variante wurde in den vergangenen Wochen immer wieder genannt, dass der Generalsekretär im Innenministerium, Peter Goldgruber, die Generaldirektion zusätzlich übernimmt. Dies würde allerdings wenig Freude bei der Personalvertretung auslösen, die sich für eine Trennung der beiden Funktionen ausspricht.

Als eher unwahrscheinlich galt eine Bewerbung des Wiener Landespolizeipräsidenten, der eigentlich als SPÖ-nahe gilt, aber dennoch als chancenreich eingeschätzt wurde. „Warum soll er sich das antun - noch dazu zum gleichen Gehalt?“, wurde im Innenministerium gefragt. Die Nähe zur SPÖ gilt für viele Insider prinzipiell weniger als Hinderungsgrund für eine Karriere im Innenministerium als eine zur ÖVP, das sei auch im BVT-Untersuchungsausschuss sichtbar.




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