Letztes Update am Fr, 10.05.2019 15:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen zur Eröffnung schwächer erwartet



New York (APA/dpa-AFX) - Die US-Börsen dürften am Freitag nach neuen Aussagen des US-Präsidenten über den Fortgang der Handelsgespräche mit China schwächer starten. In Europa schwand der Optimismus der Anleger bereits zusehends und die Börsengewinne bröckelten ab, nachdem Donald Trump die Welt mit seinem Tweet „Es gibt überhaupt keinen Grund zur Eile“ auf langwierige Auseinandersetzungen mit China einstimmte.

Die leicht unter den Erwartungen herausgekommenen Inflationsdaten für April fanden vor diesem Hintergrund zunächst nur wenig Beachtung. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial und eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart 0,63 Prozent tiefer auf 25.666 Punkte. Auf Wochensicht würde dies ein Minus von 3,2 Prozent für den US-Leitindex bedeuten.

Zunächst war die Stimmung an den Börsen weltweit überwiegend hoffnungsvoll und positiv gewesen. Anleger hatten honoriert, dass trotz der kräftigen Zollerhöhungen der USA beide Seiten an den Handelsgesprächen festhalten.

Unter den Einzelwerten gibt es nur noch wenige Unternehmen, die ihre Quartalsbilanz vorlegen, unter ihnen auch die Hotelkette Marriott International. Vorbörslich büßten die Aktien fast 4 Prozent ein, denn die Erwartungen des Managements an das laufende zweite Quartal enttäuschten.

Zudem steht im Handelsverlauf mit Uber einer der größten Börsengänge seit Jahren an. Der US-Fahrdienstvermittler konnte jedoch seine Aktien nicht so erfolgreich wie erhofft an Investoren losschlagen. Der Ausgabepreis wurde am Donnerstagabend auf 45 Dollar je Aktie und damit ans Ende der anvisierten Preisspanne von 44 bis 50 Dollar gelegt. Uber erlöste so rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro). Mit Spannung wird nun erwartet, wie der erste Handelstag an der New York Stock Exchange (NYSE) verlaufen wird.

Möglicherweise könnte zudem eine frisch ausgesprochene Kaufempfehlung den Papieren von Jones Lang LaSalle Auftrieb geben. Dass die Ergebnisse des Dienstleisters und Beraters im Immobilienbereich im ersten Quartal gesunken seien, habe vor allem an der schwer erreichbaren Vergleichsbasis gelegen, schrieb Goldman-Analyst Andrew Rosivach. Der gesamtwirtschaftliche Hintergrund sei aber stark. Vorbörslich bewegte sich die Aktie nicht

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