Letztes Update am Sa, 11.05.2019 19:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Eishockey: ÖEHV-Team verlor 2 - Meinungen



Bratislava (APA) - Meinungen zu Lettland - Österreich (5:2):

Roger Bader (Teamchef Österreich): „Wenn man nach 40 Minuten bei einem Favoriten dran ist, hofft man auf mehr. Ich hadere noch ein bisschen mit der Chance von Komarek im zweiten Drittel, wenn die drin ist, wäre das eine Luft für die letzte Periode gewesen. Das Gegenteil ist passiert, sie haben ein Powerplay-Tor gemacht und ab diesem Moment ihre ganze Klasse gezeigt. 40 Minuten lang haben wir an den Punkten geschmeckt, aber es war schon so, dass die Letten auch vorher besser waren und mehr Chancen hatten. Ihre Klasse hat sich dann durchgesetzt. Ich habe immer gesagt, wir sind sechs Spiele lang Außenseiter und im letzten Spiel (Italien) stehen die Chancen 50:50. Morgen steht Bernhard Starkbaum im Tor, das haben wir schon vor dem Spiel entschieden.“

Thomas Raffl (Kapitän): „Es war nicht das Spiel, das wir uns vorgestellt haben. Bis Ende des zweiten Drittels waren wir sehr gut dabei, Anfang des Schlussdrittels sind sie wieder in Führung gegangen. Dann haben wir reagieren müssen, das System ein bisschen aufgemacht, und die Letten haben das sehr gut ausgenutzt. Als Mannschaft müssen wir zusammenrücken und gegen starke Russen eine kompakte Defensivpartie spielen und vorne vielleicht die eine oder andere Möglichkeit nützen.“

Michael Raffl: „So wie (Torhüter) Kickert gespielt hat, hätten wir eine Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen. Aber wir haben von Anfang bis Ende zu viele Strafen genommen und manchmal Sachen gemacht, die da nicht hergehören. Wir halten die Scheibe zu lange, das haben wir letztes Jahr am Ende so gut gemacht, da wollte keiner der Held sein. In Unterzahl kannst du offensiv nichts machen, da kannst du nicht gut ausschauen. Unterzahl macht müde, das ist grausig zu spielen, weil du immer nur der Scheibe nachläufst. Ab einem gewissen Punkt wirst du zu müde, nicht nur ein Spieler, das zehrt an der ganzen Mannschaft.“

Raphael Herburger: „Das Unterzahl-Tor war ein Knick für uns, da haben wir kurz die Konzentration verloren. Wenn wir überraschen wollen, brauchen wir auch ein bisschen Glück, das hatten wir heute nicht. Aber sie waren klar besser. Die Treffer waren alle in den Winkel, trotzdem war es lange offen. Auf Augenhöhe sind nicht mehr viele Teams, wir müssen lernen und warten, bis unsere nächste Chance kommt.“

Raphael Wolf (WM-Debütant): „Für mich persönlich hat es gut gepasst, schade, dass die Mannschaft nicht gewonnen hat. Ich habe alles gegeben. Ich bin dankbar, dass mir Roger Bader Vertrauen gibt und ich zeigen kann, was ich kann.“




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