Letztes Update am So, 12.05.2019 05:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl: Schieder 2 - Will EU-Regeln gegen Wohn-Spekulanten



Wien (APA) - SPÖ-EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder will, dass sich die EU vermehrt dem Thema Wohnen annimmt. So soll der soziale Wohnbau erleichtert werden und Spekulationen grenzübergreifend eingedämmt werden.

Was es auch benötigen werde, sei der Einsatz entsprechender Mittel der Union. Schließlich habe eine Studie der Europäischen Investitionsbank nahe gelegt, dass es einen Nachholbedarf von 60 Milliarden im geförderten Wohnbau gebe, erklärte Schieder im APA-Interview.

So soll die Kommission ein Wohnbauförderungsprogramm aufsetzen. Mit diesem soll sicher gestellt werden, dass in Stadtentwicklungsgebieten auch geförderter Wohnbau angeboten werden kann. Eine weitere rote Forderung lautet, dass Investitionen für sozialen Wohnbau aus den Maastricht-(Defizit-)Kriterien herausgerechnet werden.

Zudem muss für Schieder klar gestellt werden, dass sozialer Wohnbau nicht „nur für die absolute Unterschicht“ möglich wird. Als Grenze erschiene ihm hier vernünftig, dass nur 20 Prozent des Einkommens für Wohnen ausgegeben werden müssen und nicht wie derzeit 40 Prozent.

Was grenzüberschreitende Spekulationen angeht, setzt Schieder auf das dänische Modell. Zwar könnten dann EU-Bürger Wohneinheiten überall in der Union errichten, aber nur dann, wenn sie diese selbst nutzen.




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