Letztes Update am So, 12.05.2019 16:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sieben Tage Kultur - Die Woche 13.05. bis 19.05. - WIEDERHOLUNG



Wien (APA) - Wiener Festwochen, Filmfestspiele in Cannes und Eurovision Song Contest in Tel Aviv: Die kommende Woche präsentiert sich hochkarätig. Mit Konzerten von Anna Netrebko und Cecilia Bartoli im Musikverein kommen auch Klassik-Fans nicht zu kurz. Das Theater in der Josefstadt bringt den „Radetzkymarsch“ auf die Bühne, Puppen-Mastermind Nikolaus Habjan inszeniert im Theater an der Wien „Oberon“.

Ein kurzes Durchatmen bietet der Montag nach dem Eröffnungswochenende der Wiener Festwochen - allerdings nur am Vormittag. Wer dennoch voller Tatendrang ist, schaut in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums (KHM) vorbei, wo die Künstler Jeremias Altmann und Andreas Tanzer ihre Ausstellung „grey time. Bruchteile aus dem Museum“ präsentieren. Fernab der Festwochen feiert abends im Theater an der Wien Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjans Inszenierung von Carl Maria von Webers „Oberon“ Premiere, am Pult des WienerKammerOrchesters steht der erst 25-jährige Thomas Guggeis. Werke von Vivaldi stehen im Zentrum eines Konzerts von Cecilia Bartoli im Musikverein, wo sie gemeinsam mit den Musiciens du Prince - Monaco auf der Bühne steht. Die Wiener Festwochen warten im Theater Nestroyhof Hamakom mit der Premiere von Keyvan Sarreshtehs „Apart-ment“ auf: Der iranische Regisseur erinnert sich darin an wichtige Momente seiner Biografie und ruft sich die vielen verschiedenen Wohnungen in Teheran vor Augen, in denen er sie erlebte.

Vollgepackt ist am Dienstag bereits der Vormittag: Im Unteren Belvedere stehen „Wiener Fürstenfiguren - Gotische Meisterwerke des Stephansdoms“ auf dem Programm, im Museum für Volkskunde präsentieren u.a. dessen Direktor Matthias Beitl und die Autorin Gerhild Steinbuch eine „Erklärung der Vielen in der Republik Österreich“, um „ein deutliches Zeichen für die Freiheit der Kunst setzen“. Das Kurzfilmfestival „Vienna Shorts“ stellt am Nachmittag das Programm seiner 16. Ausgabe (28. Mai bis 2. Juni) vor. Das Kirov-Orchester des Mariinsky Theaters St. Petersburg gastiert abends im Musikverein, Anna Netrebko gibt Werke von Verdi und Strawinsky zum Besten. In Cannes eröffnen die Filmfestspiele mit der Premiere von Jim Jarmuschs „The Dead Don‘t Die“, in Tel Aviv geht das erste Halbfinale des Song Contests über die Bühne.

Im Reigen der Feierlichkeiten anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Staatsoper steht am Mittwoch im Theatermuseum die Eröffnung der Ausstellung „Die Spitze tanzt“ rund um das Ballett der Wiener Staatsoper auf dem Programm. Einen Einblick in die nächste Spielzeit gibt Direktor Herbert Föttinger im Theater in der Josefstadt, im ZOOM Kindermuseum und im Parlament eröffnen Ausstellungsprojekte im Rahmen der Festwochen-Schiene „Into The City“. Daniel Kehlmann nimmt im Haus der Industrie den diesjährigen Anton Wildgans Preis der Österreichischen Industrie, der mit 15.000 Euro dotiert ist, entgegen.

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Hermann Nitsch ist am Donnerstag zugegen, wenn in der Albertina seine Ausstellung „Räume aus Farbe“ vorgestellt wird, die Vienna Design Week wirft in einer Pressekonferenz einen Blick auf ihr Programm (27.9. bis 6.10.). Die letzte Premiere der Saison im Theater in der Josefstadt wartet mit der Uraufführung einer Dramatisierung von Joseph Roths „Radetzkymarsch“ auf, Regie führt Elmar Goerden, auf der Bühne stehen Florian Teichtmeister als Carl Joseph von Trotta, Joseph Lorenz als dessen Vater Franz und Michael König als der als „Held von Solferino“ verehrten Großvater. Die österreichische Song Contest-Hoffnung Paenda startet in Tel Aviv im zweiten Halbfinale.

Durchatmen heißt es - zumindest in Wien - am etwas ruhigeren Freitag, an dem Abends Christina Stürmer die Wiener Arena beehrt und die Wiener Festwochen mit kleineren Premieren im Schauspielhaus oder dem Museumsquartier locken. Im Hotel Sophienalpe startet das Club-Festival „Hyperreality“. In Cannes feiert am Nachmittag Jessica Hausners Wettbewerbsfilm „Little Joe“ Premiere. Ganz im Zeichen des ESC-Finales steht der Samstag, am Sonntag beschließt Krystian Lupa bei den Wiener Festwochen in der Halle E im Museumsquartier mit seiner Kafka-Dramatisierung „Proces“ die Woche. Dazu heißt es im Programm: „Ohne Drastik oder Absurditäten zu scheuen, setzt er sich mit den Abgründen menschlicher Psyche ebenso auseinander wie mit den aktuellen Verhältnissen in Polen.“-




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