Letztes Update am So, 12.05.2019 16:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Olympia: Iraner wollen olympische Charta respektieren



Berlin (APA/dpa) - Das Nationale Olympische Komitee des Iran hat angekündigt, die olympische Charta und ihr Diskriminierungsverbot uneingeschränkt zu respektieren. Das teilten die Iraner dem Präsidenten des Judo-Weltverbandes (IJF) Marius Vizer und IOC-Präsident Thomas Bach in einem Brief mit. Damit stünde in Zukunft Wettkämpfen zwischen iranischen und israelischen Sportlern nichts mehr im Weg.

Wenn sich die Islamische Republik in Zukunft daran hält, wäre es eine historische Vereinbarung. Ob das aber wirklich der Fall sein wird, bleibt abzuwarten. Denn seit mehreren Jahrzehnten treten iranische Sportler nicht gegen israelische Kontrahenten an, weil der Iran Israel als Staat nicht anerkennt. Auch im Judo kam es in der Vergangenheit immer wieder zu plötzlichen „Verletzungen“ oder anderen Vorkommnissen, damit Iraner ein Duell mit einem Israeli boykottieren konnten.

Der internationale Judo-Verband hatte beschlossen, gegen dieses „störende Phänomen“ vorzugehen und das Recht der Athleten auf einen fairen Wettbewerb zu schützen. Nach Medienberichten soll der Verband damit gedroht haben, den Iran von internationalen Wettbewerben, einschließlich den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020, auszuschließen, wenn sich die Sportler nicht an Grundregeln halten.




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