Letztes Update am Mo, 13.05.2019 12:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Britischer Außenminister warnt vor ungewolltem Iran-Krieg



Brüssel (APA/dpa) - Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran vor dem Ausbruch eines militärischen Konflikts gewarnt. „Wir sind äußerst besorgt, dass es aus Versehen zu einem Konflikt kommen könnte - mit einer Eskalation, die von keiner Seite gewollt ist“, sagte Hunt am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel.

Er wolle über diese Besorgnis mit den europäischen Partnern, aber auch mit US-Außenminister Mike Pompeo sprechen. „Ich denke, wir brauchen eine Ruhephase um sicherzustellen, dass jeder versteht, was die andere Seite denkt.“

Hunt spielte mit seinen Äußerungen offensichtlich darauf an, dass die USA zuletzt eine Erhöhung ihrer Militärpräsenz im Nahen Osten angekündigt hatten. Das Pentagon verlegte den Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und eine Bomberstaffel Richtung Iran und begründete dies damit, dass es Hinweise darauf habe, dass das Land Angriffe auf US-Truppen unternehmen könne. Zudem wurde die Verlegung der „USS Arlington“ und eines Patriot-Systems in die Region angekündigt.

Hintergrund der aktuellen Spannungen zwischen den USA und dem Iran ist der Versuch der USA, die Regierung in Teheran zu einem politischen Kurswechsel zu bewegen. US-Präsident Donald Trump ist deswegen bereits vor einem Jahr das Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Außerdem ließ er wieder Wirtschaftssanktionen einführen. Die Europäer verurteilen diesen Schritt, weil aus ihrer Sicht mit dem Abkommen der Bau einer iranischer Atombombe verhindert werden soll.




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