Letztes Update am Mo, 13.05.2019 18:13

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Insider - Banken wollen Carige-Kapitallücke nicht allein stopfen



Rom (APA/Reuters) - Italiens Finanzinstitute wollen Insidern zufolge für die Banca Carige nach dem Scheitern des Rettungsplans nicht alleine in die Bresche springen. Der von den Geldhäusern getragene Einlagensicherungsfonds FITD werde sich nur dann an einer Stützung beteiligen, wenn auch andere Investoren involviert seien, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass bei Carige am Ende der italienische Staat einspringen muss. Italiens zehntgrößte Bank war wegen eines jahrelangen Missmanagements und der lang anhalten Wirtschaftskrise in ihrer Heimatregion in Schieflage geraten. In der vergangenen Woche waren die wochenlangen Verhandlungen mit dem US-Vermögensverwalter Blackrock über eine Kapitalspritze geplatzt. Nach dessen Rückzug sind bisher keine weiteren Interessenten für das Institut aus Genua in Sicht.

Insider widersprachen Medienberichten, wonach die Finanzinvestoren Apollo und Warburg Pincus an Carige interessiert sein könnten. Die Bank weist momentan eine Kapitallücke von rund 630 Millionen Euro auf. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte sie zu Jahresbeginn unter Zwangsverwaltung gestellt, nachdem eine geplante Kapitalerhöhung am Widerstand der Familie Malacalza, des Großaktionärs der Bank, gescheitert war.

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