Letztes Update am Di, 14.05.2019 10:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl: FPÖ-Kandidat sähe lieber Kontrollen in Salurn als am Brenner



Innsbruck/Bozen (APA) - Der FPÖ-Spitzenkandidat für die bevorstehende EU-Wahl in Tirol, Maximilian Kurz, hat sich im Interview mit der „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstagsausgabe) für Grenzkontrollen am Brenner ausgesprochen, sollten die illegalen Grenzübertritte wieder zunehmen. Lieber wären ihm die Kontrollen aber schon in Salurn, also an der Grenze zwischen Südtirol und dem Trentino, sagte Kurz.

„Aber der Brenner ist nun einmal die Staatsgrenze“, fügte der 24-jährige Innsbrucker Gemeinderat hinzu. Bei Salurn, der südlichsten Gemeinde Südtirols, verläuft die Grenze zwischen der mehrheitlich deutschsprachigen autonomen Provinz Südtirol und dem fast ausschließlich italienischsprachigen Trentino.

Sollte die italienische Politik wieder einen anderen Kurs in der Migrationspolitik einschlagen, dann müsse jeder auf sich schauen, so Kurz. „Wenn es weiter südlich nicht möglich ist, müssen wir notfalls den Brenner schützen“, erklärte der Freiheitliche.

Der FPÖ-Politiker kandidiert auf Platz acht der freiheitlichen Bundesliste für die EU-Wahl. Der Student ist auch stellvertretender Klubobmann der Partei im Innsbrucker Gemeinderat.




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