Letztes Update am Di, 14.05.2019 12:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nissan erlitt 2018/19 Gewinneinbruch



Yokohama (APA/Reuters/dpa) - Der durch den Skandal um Ex-Chef Carlos Ghosn und die stockende Autokonjunktur unter Druck geratene Autokonzern Nissan erwartet auch im laufenden Jahr einen Gewinnrückgang. Die Nummer zwei in Japan hinter Toyota senkte auch ihr mittelfristiges Umsatzziel, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. 2018/19 brach der Gewinn im Jahresabstand um 57,3 Prozent auf 319,1 Mrd. Yen (2,6 Mrd. Euro) ein.

Zuvor war Nissan noch von einem Gewinn von 410 Mrd. Yen ausgegangen. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Nettoertrag weiter empfindlich abschmelzen, und zwar um 46,7 Prozent auf 170 Mrd. Yen, erwartet der Konzern.

Neben der schwachen globalen Nachfrage leidet der japanische Autobauer auch weiter unter dem Fall des angeklagten früheren Verwaltungsratschefs Carlos Ghosn, der zurzeit auf Kaution frei ist.

Für das im März 2020 endende Bilanzjahr kündigte der neue Konzernlenker Hiroto Saikawa einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 28 Prozent auf 230 Mrd. Yen an. Damit würde Nissan nur die Hälfte dessen verdienen, was Analysten prognostiziert haben.

Das mittelfristige Umsatzziel dampfte Saikawa von 16,5 auf 14,4 Billionen Yen ein. Die operative Umsatzrendite wird nur noch bei sechs Prozent statt bei acht Prozent pro je Jahr erwartet.

Ex-Chef Ghosn, der derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß ist und auf ein Gerichtsverfahren in Japan wartet, wurde wegen finanzieller Verfehlungen und angeblicher Bereicherung auf Kosten von Nissan angeklagt. Sein Nachfolger Saikawa ist angetreten, den Skandal um Ghosn zu überwinden und Nissan wieder auf Augenhöhe mit Partner Renault zu bringen.

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