Letztes Update am Mi, 15.05.2019 06:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Golf: Ein Hoch auf die Kleinen - 2019 wird kürzergetreten



Maria Lankowitz (APA) - Die bereits 27. Auflage der Gösser Open in Maria Lankowitz ist auch 2019 eines der ersten Saison-Highlights im heimischen Profigolfsport. Die rot-weiß-roten Hoffnungen in der Weststeiermark tragen Lukas Nemecz, Martin Wiegele, Timon Baltl, Markus Brier und Sam Straka, der Bruder des US-PGA-Tour-Pros Sepp Straka. Das Turnier der Alps-Tour beginnt am Donnerstag und ist mit 42.500 Euro dotiert.

Obwohl Österreich mit Matthias Schwab und Bernd Wiesberger zwei Spieler auf der European Tour hat, ist der Profigolfsport in Österreich 2019 geschwächt vom Ausfall des European-Tour-Events im Atzenbrugg mangels ausreichender Finanzierung. Damit rücken Turniere zweiter oder dritter Kategorie in den Vordergrund, wie etwa zuletzt die NÖ Open in Haugschlag (Pro Golf-Tour/30.000 Euro) oder nun das Traditions-Open in Lankowitz. Es ist heuer das drittgrößte Profigolfturnier in Österreich nach den zur europäischen Seniorentour (Staysure-Tour) zählenden Austrian Senior Open (250.000 Euro) im September im Murhof und dem mit 180.000 Euro dotierten Euram-Bank-Challenger im Juli im Adamstal.

„Diese Turniere sind sehr, sehr wichtig, weil sie eine Turnier-Plattform für unsere Playing-Pros sind“, sagt Niki Zitny. Der Sportdirektor des Golfverbandes (ÖGV) weiß: „In jedem Sport ist es wichtig, durchgehende Turnierserien zu haben. Als Verband sind wir deshalb sehr dankbar, dass es diese kleineren, aber wichtigen Turniere gibt“, so der Ex-Profigolfer. „Und dass ein Sponsor wie Gösser seit über 20 Jahren bei einem Event bleibt, ist, glaube ich, weltweit einmalig.“

Nemecz hat 2017 im GC Erzherzog Johann schon gewonnen und damals eine acht Jahre dauernde Durststrecke ohne Heimsieg beendet. 2008 hatte sich Wiegele auf seiner „Heimwiese“ in die Siegerliste eingetragen, danach war der damalige Tour-Profi von massiven Hüft-Problemen zurückgeworfen worden. Trotz seiner bereits 40 Jahre will es Wiegele aber nochmals wissen.

Dass es selbst auf der dritten Profigolfebene nicht einfach ist, weiß auch der ehemalige Tour-Spieler Nemecz, der heuer mit dem Pyramids Open in Kairo bereits ein Alps-Tour-Turnier gewonnen hat und sich am Mittwochabend auch das obligate, zum Turnier gehörende, „Shoot Out“ in Graz sicherte. „Weil der Kalender auf der Challenge Tour immer lückenhafter wird, nützen die Spieler die dadurch entstehenden Pausen, um auf der Alps Tour Turnierpraxis zu sammeln. Dadurch wird die Konkurrenz bei den ohnehin immer sehr stark besetzten Gösser Open noch größer“, fürchtet Nemecz.




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