Letztes Update am Mi, 15.05.2019 13:19

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Konsulatsmitarbeiter muss in der Türkei weiter in Haft bleiben



Ankara/Istanbul (APA/AFP) - Ein in der Türkei wegen Spionagevorwürfen inhaftierter US-Konsulatsmitarbeiter muss weiter in Haft bleiben. Ein Istanbuler Richter lehnte bei einer Anhörung am Mittwoch einen Antrag von Metin Topuz auf Freilassung ab, wie eine AFP-Reporterin berichtete. Die nächste Verhandlung wurde für den 28. Juni angesetzt.

Der Fall belastet seit Monaten die Beziehungen zu Washington, die wegen einer Reihe von Streitfragen ohnehin angespannt sind. Dem türkischen Übersetzer und Verbindungsmann der US-Drogenbehörde in Istanbul werden Kontakte zu Polizisten und Staatsanwälten mit Verbindungen zur verbotenen Gülen-Bewegung vorgeworfen, die Ankara für den Putschversuch von Juli 2016 verantwortlich macht. Topuz beteuerte aber unter Tränen erneut seine Unschuld und betonte, alle seine Kontakte zu Vertretern des türkischen Staats seien Teil seiner Arbeit gewesen.

Der US-Geschäftsträger in Ankara, Jeffrey Hovenier, forderte von den türkischen Behörden, „den Fall rasch, transparent und fair aufzuklären“. Sie hätten vor Gericht noch immer „keine glaubwürdigen Beweise für ein kriminelles Fehlverhalten von Metin Topuz“ gesehen, sagte Hovenier vor Journalisten vor dem Gericht. Seine Anwälte legten dem Richter am Mittwoch eine Liste mit Topuz‘ Telefonkontakten vor und betonten, sie seien alle rein arbeitsbezogen gewesen.




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