Letztes Update am Mi, 15.05.2019 15:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Russland auch nach Pompeos Besuch besorgt über Lage im Iran



Moskau (APA/dpa) - Moskau hat sich nach dem ersten Russland-Besuch des US-Außenministers Mike Pompeo besorgt über den Konflikt um den Iran geäußert. „Leider hat die offensichtliche Situation die Tendenz zur weiteren Eskalation“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch.

Demnach bedauert Russland einerseits das Vorgehen der iranischen Seite nach der Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA.

Andererseits sei klar, dass Teheran „die Entscheidungen nicht freiwillig trifft, nicht initiativ, sondern auf Druck antwortet“, sagte Peskow. Er warf den USA vor, den Iran zu provozieren. Peskow reagierte damit auf die Frage, ob Moskau zufrieden sei mit Äußerungen Pompeos, dass Washington keinen Krieg mit dem Iran anstrebe.

Der US-Außenminister hatte am Dienstag mit seinem Kollegen Sergej Lawrow und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi insgesamt mehr als vier Stunden lang über internationale Konflikte gesprochen. Russland will das Abkommen mit dem Iran, wie Lawrow sagte, mit Unterstützung der EU und Chinas erhalten. Dabei gehe es auch darum, Sanktionsdruck auf den Iran zu vermeiden.

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Russland und die USA vereinbarten bei dem Treffen, trotz ihrer entgegengesetzten Positionen bei einer Vielzahl internationaler Krisen wieder mehr miteinander zu reden. Möglich ist danach auch ein neues Treffen Putins mit US-Präsident Donald Trump am Rande des G-20-Gipfels in Japan Ende Juni.




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