Letztes Update am Mi, 15.05.2019 15:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Weltstrafgericht verschiebt Anhörung von Rebellen zum Zeugenschutz



Den Haag (APA/dpa) - Das Weltstrafgericht hat in seinem ersten Verfahren gegen Rebellenführer der Zentralafrikanischen Republik seit Ausbruch des Bürgerkriegs eine Anhörung zum Schutz von Opfern und Zeugen verschoben.

Um deren Sicherheit zu gewährleisten, sollen Alfred Yekatom und Patrice-Edouard Ngaissona statt im Juni nun im September zur Rechtmäßigkeit der Anklage gehört werden, wie der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) am Mittwoch in Den Haag mitteilte. Beiden werden schwere Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord, Folter und Deportationen im Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik zur Last gelegt.

Yekatom soll Anführer einer christlichen Miliz mit rund 3.000 Soldaten gewesen sein, die gegen die muslimischen Seleka in der früheren französischen Kolonie kämpfen. Ngaissona war nach Angaben des Gerichts einer der höchsten Führer und der „Nationale General-Koordinator“ der christlichen Anti-Balaka-Koalition. Er soll auch für Angriffe auf humanitäre Hilfstransporte und den Einsatz von Kindersoldaten verantwortlich gewesen sein.

~ WEB http://www.icc-cpi.int/ ~ APA423 2019-05-15/15:54




Kommentieren