Letztes Update am Do, 16.05.2019 12:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Keine Bremsspuren am Schweizer Arbeitsmarkt



Neuenburg (APA/awp/sda) - Der Schweizer Arbeitsmarkt ist noch immer in robuster Verfassung. Die Erwerbslosenquote lässt sich im internationalen Vergleich nach wie vor sehen. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag im Startquartal bei 4,9 Prozent und war damit niedriger als im Vorjahresquartal (5,2 Prozent).

Gegenüber dem Vorquartal (4,6 Prozent) nahm der Wert zwar zu, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag im Rahmen der Publikation der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) mitteilte. Er weist aber starke saisonale Schwankungen auf - welche zum Beispiel eine Folge von Wettereffekten sind. Bereinigt um solche Effekte sei die Quote gegenüber dem Vorquartal praktisch stabil geblieben, hieß es.

Durchschnittlich waren im Startquartal 2019 rund 243.000 Personen erwerbslos. Dies waren 16.000 mehr als im vierten Quartal 2018, aber rund 12.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Quoten wurden gemäß der Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) berechnet. Sie sind deutlich höher als die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechneten Arbeitslosenquoten, bei der nur die gemeldeten Arbeitslosen einbezogen werden. Diese lag zuletzt (April) bei 2,4 Prozent.

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Ein Vorteil der BFS-Zahlen ist die internationale Vergleichbarkeit. Die Arbeitslosigkeit ist demnach in der Schweiz nach wie vor relativ gering. So weisen Griechenland (19,6 Prozent), Spanien (14,7 Prozent) und Italien (10,9 Prozent) zweistellige Raten auf, und auch die Gesamt-Werte für die Eurozone (8,1 Prozent) und die EU (6,8 Prozent) liegen über dem Schweizer Wert.

Allerdings gibt es innerhalb der EU diverse Länder mit tieferen Quoten, darunter insbesondere Deutschland mit 3,3 Prozent.

Die absolute Zahl der Erwerbstätigen nahm in der Schweiz im ersten Quartal 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 0,8 Prozent auf 5,05 Millionen zu. Gegenüber dem Vorquartal resultierte zwar eine Abnahme um 0,8 Prozent. Ohne saisonale Effekte hätte sich jedoch eine leichte Zunahme (+0,2 Prozent) ergeben, wie das BFS betonte.

Bei den Männern gab es im Jahresvergleich einen Anstieg von 0,9 Prozent, bei den Frauen lag er bei 0,7 Prozent. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg im Jahresvergleich um 2,4 Prozent, während jene der schweizerischen Erwerbstätigen nur um 0,1 Prozent zunahm.

Bei den ausländischen Arbeitskräften war die Zunahme laut den Angaben bei Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B oder L) stärker (+3,1 Prozent) als bei jenen mit einer Niederlassungsbewilligung (Ausweis C; +2,8 Prozent). Die Zahl der Grenzgänger sei hingegen stabil (+0,1 Prozent) und jene von Erwerbstätigen mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung sogar rückläufig gewesen (-1,9 Prozent).




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