Letztes Update am Do, 16.05.2019 16:52

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Gottfried Keller-Preis geht an Thomas Hürlimann und Adolf Muschg



Zürich (APA/sda) - Zum 200. Geburtstag von Gottfried Keller wird der nach ihm benannte Preis gleich zwei Mal verliehen: an Thomas Hürlimann und an Adolf Muschg. Der Gottfried Keller-Preis ist mit 25.000 Franken (rund 22.00 Euro) dotiert; beide Autoren erhalten diese Preissumme.

Mit den Gottfried Keller-Preisen werden zwei Schweizer Autoren geehrt, „deren Werk bis heute zentrale Bezüge zu Gottfried Keller ins Spiel bringt“, teilte die Martin Bodmer-Stiftung mit, die den Preis vergibt. Darüber hinaus verankerten Hürlimann wie Muschg die Wahrnehmung von Gottfried Keller „mit ebenso eigensinnigen Beiträgen wie substanziellen Studien“ im aktuellen Bewusstsein.

Beide Autoren haben Keller in eigenen Theaterstücken auf die Bühne gebracht und zudem in ihren jeweiligen Werken unterschiedliche Bezüge zu dem Autor des 19. Jahrhunderts hergestellt. „Mit dem Theaterstück „Das Lied der Heimat“ inszenierte Thomas Hürlimann 1998 Gottfried Kellers Flucht vor den offiziellen Feierlichkeiten zu dessen 70. Geburtstag; mit seinem Roman „Heimkehr“, der im letzten Jahr erschienen ist, bezog er sich verschiedentlich auf Kellers Bildungsroman „Der grüne Heinrich“.

Adolf Muschg wiederum hat 1975 Keller mit seinem Theaterstück „Kellers Abend“ ein Denkmal gesetzt. Das Theaterstück spielt am Vorabend von Kellers Amtseinsetzung als Staatsschreiber. Im Nachgang dazu vertiefte er sich in seine Keller-Biographie. Darin führte er Kellers Kreativität auf den früh verstorbenen Vater und die dominierende Mutter zurück.

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Hürlimann und Muschg werden den Preis am 7. September entgegennehmen. Zu diesem Anlass soll auch ein Gespräch zwischen den Autoren stattfinden über Gottfried Kellers Aktualität. Der Gottfried-Keller-Preis wird alle zwei bis drei Jahre vergeben und zählt zu den ältesten Literaturpreisen der Schweiz. Hinter dem Preis steht die Martin-Bodmer-Stiftung, die vor hundert Jahren zum 100. Geburtstag von Gottfried Keller initiiert wurde und ihn seither vergibt.




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