Letztes Update am Fr, 17.05.2019 13:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Maas setzt in Iran-Frage auch auf Russland - Treffen mit Lawrow



Helsinki (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat Russland aufgefordert, sich an den Bemühungen um eine Rettung des Atomabkommens mit dem Iran zu beteiligen. „Auch Russland ist ein Partner im Nuklearabkommen, kann selber auch Beiträge liefern, die dazu führen, dass der Iran in diesem Abkommen gehalten wird“, sagte Maas am Freitag nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.

Der Iran hatte ein Jahr nach dem Ausstieg der USA aus dem mühsam ausgehandelten Abkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe vor einer Woche angekündigt, sich nun auch nicht mehr an einzelne Vereinbarungen halten zu wollen. Der iranische Präsident Hassan Rouhani hatte den verbliebenen Partnern China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland eine Frist von 60 Tagen gesetzt, um doch noch zu ermöglichen, dass der Iran wieder von versprochenen Sanktionserleichterungen profitiert.

Seitdem haben die Spannungen zwischen den USA und Iran massiv zugenommen, und es wird offen über eine Kriegsgefahr diskutiert. Das US-Verteidigungsministerium hatte zuletzt unter anderem einen Flugzeugträger und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten entsandt und dies damit begründet, dass es Hinweise darauf habe, dass der Iran Angriffe auf US-Truppen unternehmen können.




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