Letztes Update am Fr, 17.05.2019 13:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Vorarlberg sieht sich durch Studie beim E-Mobilitätsausbau bestätigt



Bregenz (APA) - Elektroautos sind trotz ihrer aufwendigen Herstellung umweltfreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das ergab eine von der Vorarlberger Landesregierung in Auftrag gegebene Auswertung mehrerer Studien zur Umweltfreundlichkeit von Elektromobilität. Damit werde der in Vorarlberg eingeschlagene Weg zum Ausbau von E-Mobilität bestätigt, so Energielandesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag.

In der Herstellung verursachten E-Autos laut der vom Institut Kairos durchgeführten Untersuchung mehr klimaschädliche Gase als Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Der Grund sei die Batterie, für die Rohstoffe wie Kobalt benötigt würden, die größtenteils aus problematischen Entwicklungsländern wie dem Kongo bezogen würden. Hier müssten Politik und Industrie faire Rahmenbedingungen schaffen, so Christian Vögel, Fachbereichsleiter Energie des Landes, und Kairos-Projektleiter Christoph Breuer.

Im Fahrbetrieb benötigten E-Autos nur rund ein Drittel der Energie eines Verbrennungsmotors, sie produzierten auch keine Abgase. Zudem könne die Nutzungsdauer der Batterie durch eine Verwendung als Hausspeicher verlängert werden und die verwendeten Rohstoffe würden nicht verbraucht, sondern könnten zu 60 bis 70 Prozent recycelt werden. Lade man sein Auto zudem über die öffentliche VLOTTE-Stationen, tanke man Ökostrom.

Das Land produzierte zum Thema eine Broschüre, in der die Vor- und Nachteile der Antriebsarten erläutert werden. In der Gesamtabrechnung blieben jedenfalls „entscheidende Pluspunkte für die Elektromobilität“, folgerte Gantner und sah Vorarlberg durch sein Bekenntnis zu einem weiteren Anstieg der E-Mobilität samt Infrastruktur bestätigt. Vor allem bei Fahrzeugen im öffentlichen Bereich und bei Ladestationen wolle man weiter zulegen.




Kommentieren