Letztes Update am So, 19.05.2019 11:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Irak kritisiert Abzug ausländischer Ölarbeiter als ungerechtfertigt



Bagdad/Irving (Texas) (APA/Reuters) - Der Ölminister des Irak hat den Abzug der ausländischen Mitarbeiter von einem Ölfeld im Süden des Landes durch den US-Konzern Exxon Mobil als inakzeptabel kritisiert. „Der vorübergehende Abzug mehrerer Mitarbeiter - auch wenn es nur eine kleine Anzahl war - hat nichts mit der Sicherheitslage oder einer Bedrohung (..) zu tun, sondern erfolgte aus politischen Gründen“, so Thamer Ghadhban.

Er habe Exxon in einem Schreiben aufgefordert, die Arbeit auf dem Ölfeld unverzüglich wieder aufzunehmen, sagte der Minister am Sonntag. In einigen Tagen will sich der Minister mit Managern des Konzerns treffen.

Das Unternehmen hatte zuletzt nach irakischen Angaben alle etwa 60 ausländischen Mitarbeiter abgezogen. Exxon hat einen langfristigen Vertrag, das Ölfeld West Kurna 1 zu modernisieren. Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran hatten Befürchtungen ausgelöst, es könne ein Krieg am Persischen Golf bevorstehen.

Die USA waren vor einem Jahr aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und ziehen seither die Sanktionsschraube scharf an. US-Präsident Donald Trump ließ einen Flugzeugträger, Langstreckenbomber sowie Flugabwehrraketen in die Region verlegen. Die USA kündigten in den vergangenen Tagen zudem den Abzug eines Teils ihrer Botschaftsmitarbeiter aus dem Irak an und begründeten dies mit einer Bedrohung durch vom Iran unterstützte Kräfte.

~ ISIN US30231G1022 WEB http://www.exxonmobil.com/ ~ APA131 2019-05-19/11:52




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