Letztes Update am Mo, 20.05.2019 18:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX ist am Montag nach einer starken Vorwoche auf Talfahrt gegangen. Der seit Monaten steigende Ölpreis sowie der Iran-Konflikt drückten bei Anlegern auf die Stimmung. Auch der fortgesetzte Handelsstreit steuerte erheblich zur Unsicherheit bei. Die negativen Folgen spüren inzwischen auch Firmen diesseits des Atlantiks. Mehr als jedes dritte in China tätige Unternehmen aus der Europäischen Union (EU) wird laut einer Mitgliederbefragung der EU-Handelskammer in Peking davon negativ beeinflusst.

Der DAX schloss 1,61 Prozent tiefer bei 12.041,29 Punkten, nachdem der deutsche Leitindex zwischenzeitlich kurz unter die Marke von 12.000 Punkten gerutscht war. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 1,20 Prozent auf 25.482,14 Zähler.

Unternehmensseitig rückten insbesondere die Aktien von Infineon in den Blick. Der Chiphersteller liefert vorerst keine in den USA hergestellten Produkte mehr an Huawei, nachdem die USA den chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller auf eine schwarze Liste gesetzt hatten. Berichte, wonach Infineon sogar sämtliche Chip-Lieferungen an den chinesischen Konzern eingestellt habe, bestätigte ein Sprecher ausdrücklich nicht. Die Infineon-Aktien hatten mit minus 4,80 Prozent den letzten Platz im DAX inne.

Dem Abwärtssog in der Technologie-Branche, die mit minus 2,84 Prozent das Schlusslicht unter den europäischen Sektoren bildete, konnten sich auch die Osram-Papiere nicht entziehen. Sie büßten am MDAX-Ende rund 6 Prozent ein.

Eine Studie der schweizerischen Bank UBS hatte die Anteile der Deutschen Bank zwischenzeitlich auf ein Rekordtief knapp über 6,60 Euro geschickt. Wegen des weiter niedrigen Zinsniveaus und der deswegen wohl fortgesetzten Ertragsflaute kappte der Experte Daniel Brupbacher seine Gewinnschätzungen deutlich. Am Ende büßten die Anteilscheine knapp 3 Prozent auf 6,645 Euro ein.

Die Anteilscheine des Zahlungsabwicklers Wirecard indes zogen als Spitzenwert im DAX um 2,72 Prozent an. Eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank hatte Auftrieb gegeben.

Im MDAX zog der Quartalsbericht des Wohnimmobilienkonzerns Grand City Properties Aufmerksamkeit auf sich. Nach bekräftigten Jahreszielen legten die Papiere um fast 1 Prozent zu.

Favorit im Index waren die Papiere von Qiagen mit einem Plus von knapp 3 Prozent. Die Zulassung eines Testgeräts in den USA hatte die Aktien des Gendiagnostik-Spezialisten beflügelt. Dabei handelt es sich um ein molekulardiagnostisches Gerät zur Beurteilung von Infektionen und anderen Krankheiten.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA514 2019-05-20/18:23




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