Letztes Update am Di, 21.05.2019 11:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuwahl - Staatssekretär Fuchs: Sacharbeiter mit Pointen



Wien (APA) - Mit Staatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) verlässt das unauffälligste Mitglied die türkis-blaue Regierung. Der Steuerberater war am Beginn der Legislaturperiode fast nicht existent, schaffte es aber nicht zuletzt dank der Steuerreform zu mehr öffentlicher Präsenz. Dabei wich Fuchs immer wieder von der Partei- und der Regierungslinie ab.

So forderte er ein Ende des 55-prozentigen Spitzensteuersatzes für Einkommensmillionäre und musste dafür von seinem eigenen Parteichef Heinz-Christian Strache zurückgepfiffen werden. Überhaupt war Fuchs nicht unbedingt Teil des inneren FPÖ-Machtzirkels, wie eine versehentlich an die Öffentlichkeit gelangte SMS von Strache Ende 2018 gezeigt hat. Darin sorgte sich der FPÖ-Obmann im Zuge von Postenbesetzungen um den Einfluss seiner Partei in der Nationalbank und ersuchte seine Minister, der Vorlage des Finanzministeriums nicht zuzustimmen, „auch wenn Fuchs zugestimmt haben sollte“.

Der anfangs eher unauffällige Fuchs mauserte sich im Laufe der Regierungszeit immer mehr und fiel durch trockene Pointen auf. So sorgte er bei der Regierungsklausur im Jänner für Lacher als er meinte, die „nächste Regierung, das sind wir“. Vor wenigen Wochen legte er dann vor dem Ministerrat einen kabarettreifen Auftritt hin, indem er Aussagen von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner in der „ZiB2“ vom Vorabend akribisch, Satz für Satz analysierte und zu widerlegen versuchte.




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