Letztes Update am Mi, 22.05.2019 09:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Dutzende Musiker kämpfen um Auftrittsgenehmigung in New Yorker U-Bahn



New York (APA/dpa) - Mehr als 300 Musiker und Bands haben sich in diesem Jahr um eine der begehrten Auftrittsgenehmigungen für die New Yorker U-Bahn beworben. 70 von ihnen durften nach einer Vorauswahl am Dienstag im Hauptbahnhof Grand Central in Manhattan vor Jury und Publikum vorspielen. Für je fünf Minuten präsentierten sich etwa ein Panflötenspieler, eine Band aus Brasilien, ein Trompeter und ein Gitarren-Trio.

Die rund 30-köpfige Jury bewertet die Kandidaten in Hinsicht auf ihr musikalisches Talent - aber auch in Hinsicht darauf, ob sie sich für einen Auftritt an einer der etwa 30 speziell für das „Music Under New York“-Programm ausgesuchten Orte in Bahnstationen eignen. „Die Auswahl gehört zu den schönsten Dingen für uns jedes Jahr, denn wir haben gemeinsam mit dem Publikum die Gelegenheit, neue Talente und unterschiedlichste Auftritte zu erleben“, sagte Programmchefin Sandra Bloodworth.

Von den 70 Finalisten werden in diesem Jahr etwa 20 in das insgesamt rund 350 Bands und Musiker umfassende Programm aufgenommen. Pro Jahr absolvieren die Ausgewählten rund 7.500 U-Bahn-Auftritte. Die Entscheidung soll im Juni bekanntgegeben werden.

Unter Musikern gilt die New Yorker U-Bahn, wo offiziell nur mit Auftrittsgenehmigung des „Music Under New York“-Programms gespielt werden darf, als sehr begehrter Konzertort: Rund 2,6 Milliarden Menschen, die jedes Jahr mit den New Yorker U-Bahnen und Vorortzügen fahren, sind potenzielle Zuschauer, Entdecker und Geldgeber.

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Inspiriert vom Vorbild New Yorks treten seit Juli 2017 auch in Wiener U-Bahn-Stationen gecastete Live-Musiker als „U-Bahn-Stars“ auf. Nach der anfänglichen Testphase wurde das Projekt auf sechs Standorte - Karlsplatz, Praterstern, Stephansplatz, Schwedenplatz, Spittelau und Neubaugasse - erweitert. Wie auch die Stadt zeigten sich die Wiener Linien bisher zufrieden: Die Künstler sorgten für eine angenehme Atmosphäre in den Stationen und das Feedback der Fahrgäste sei sehr positiv.




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