Letztes Update am Mi, 22.05.2019 15:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU will Jugend in Schulen fit für künftige Arbeitswelt machen



Brüssel (APA) - Europas Jugend soll auf die Herausforderungen der zukünftigen Arbeitswelt besser vorbereitet werden. Dazu haben sich die EU-Minister am Mittwoch in Brüssel verständigt. Kompetenzen im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sollen in den Bildungssystemen der Union demnach eine größere Rolle spielen, sagte die rumänische Bildungsministerin Ecaterina Andronescu.

„Die Schüler wollen, dass man darüber spricht“, versicherte die Ressortchefin aus Rumänien, das gerade den Ratsvorsitz innehat. Die Maßnahmen wurden im Zusammenhang mit der Frage besprochen, wie der Unternehmergeist beim europäischen Nachwuchs gefördert werden kann.

Rumäniens Jugendminister Bogdan Matei sprach von Problemen, die sich durch die „sich schnell verändernde Arbeitswelt“ ergäben. Der Einfluss von Online-Plattformen, digitaler Technik, aber auch demografischer Veränderungen spiele hier eine Rolle: „Deshalb müssen wir auch eine soziale Absicherung bieten.“

Aber Schule sehen die EU-Minister auch als Vehikel für mehr Zusammenhalt und eine pro-europäische Einstellung. „Wie kann das Bildungssystem dafür sorgen, dass man Europäer wird“, fragte Andronescu rhetorisch. Ansetzen will die Union etwa bei der Förderung von Mehrsprachigkeit. Das werde helfen zu verstehen, „was es heißt, Europäer zu sein“, sagte Tibor Navracsics, EU-Kommissar für Bildung und Jugend.

Und die Ländervertreter wollen den Zugang zu hochqualitativer frühkindlicher Betreuung - also etwa Kindergärten - für alle Mitgliedsstaaten sicherstellen. „Alle Experten sagen, dass man im Vorschulalter am leichtesten behält, was man lernt“, führte Andronescu aus.

Mehr Einbindung soll ebenfalls dabei helfen, die nächste Generation für Europa zu begeistern. So wünscht sich Matei etwa, dass die Jugend die „Lokomotive“ in Sachen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele im Klimaschutzbereich („Agenda 2030“) wird.




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