Letztes Update am Do, 23.05.2019 08:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Husky-KTW-Werk im Waldviertel - Schließungspläne weiter aufrecht



Waidhofen a.d. Thaya (APA) - Der Spritzgussformen-Hersteller Husky-KTW hält weiter an den Plänen fest, die Produktion am Standort in Waidhofen an der Thaya bis zum Ende des Jahres einzustellen. Gewerkschaftsangaben, denen zufolge bereits 21 Personen gekündigt wurden, bestätigte eine Unternehmenssprecherin der APA am Donnerstag in einer schriftlichen Stellungnahme.

Weiters hätten „mehrere Mitarbeiter das Unternehmen einvernehmlich verlassen, die bereits anderweitige Anstellungen gefunden haben“, wurde betont. Der nunmehrige Fahrplan sowie die Anzahl der noch anstehenden Kündigungen hänge „von verschiedenen Faktoren ab und kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden“. Seitens Gewerkschaft und Arbeiterkammer Niederösterreich wurde bisher davon ausgegangen, dass 200 Beschäftigte das Unternehmen im Waldviertel verlassen müssen.

Husky-KTW zufolge werden voraussichtlich „etwa 40 Personen am Standort Waidhofen im kommenden Jahr weiterbeschäftigt“. Auf Gewerkschaftsangaben, wonach am Firmengelände ein Servicecenter entstehen dürfte, legte sich das Unternehmen nicht fest.

Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich Betriebsrat und Geschäftsführung auf einen Sozialplan geeinigt haben. Dieser sieht eine finanzielle Abgeltung und die Schaffung einer Arbeitsstiftung vor. Die Schließungspläne hatte Husky den Mitarbeitern im März präsentiert. Am Standort im Waldviertel waren damals laut Betriebsrat 240 Personen beschäftigt. Das Unternehmen räumte ein, dass die Einstellung der Produktion aus strategischen Gründen erfolge und „nicht vordergründig“ mit der wirtschaftlichen Lage zu tun habe.




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