Letztes Update am Do, 23.05.2019 10:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


20 Interessenten im Rennen um Verbunds Ex-Beteiligung Sorgenia



Rom (APA) - Rund 20 Unternehmen haben ihr Interesse zur Übernahme der italienischen Ex-Verbund-Beteiligung Sorgenia signalisiert. Zu ihnen zählen die deutsche Energiegesellschaft RWE, die Investmentfonds Blackstone, CVC und Permira, sowie der tschechische Energieversorger EPH, der gemeinsam mit der lombardischen Energiegesellschaft A2a ein unverbindliches Angebot für Sorgenia eingereicht hat.

Der Kaufpreis für Sorgenia dürfte 800 Mio. Euro betragen, berichteten italienische Medien. An Sorgenia beteiligt ist mit einem Anteil von 16,67 Prozent auch die Bank Austria-Mutter UniCredit, die zu den Gläubigerbanken des Energieunternehmens zählte.

Sorgenia hat 275.000 Kunden sowie Kraftwerke mit einer Kapazität von 3.000 MW und stand ab 2015 unter der Kontrolle der Banken, bei denen der Konzern Schulden in der Größenordnung von 1,8 Mrd. Euro angehäuft hatte. Die Verschuldung wurde inzwischen auf 633 Mio. Euro gedrückt, wie Sorgenia mitteilte. Bis Ende 2019 will das Unternehmen den Kundenstock auf 350.000 erweitern.

Der österreichische Verbund hatte sich 2013 von seiner 47-prozentigen Beteiligung getrennt und den Anteil auf null abgeschrieben. Der Verbund war damals nicht bereit, noch Kapital in die Italien-Beteiligung zu stecken. Verkaufsversuche waren damals erfolglos geblieben.




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