Letztes Update am Do, 23.05.2019 19:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nicaraguas Opposition fordert mit Streik Freilassung von Gefangenen



Managua (APA/dpa) - Mit einem Streik wollen Regierungsgegner in Nicaragua die Freilassung aller politischer Gefangenen in dem mittelamerikanischen Land erzwingen. Zahlreiche Geschäfte und Restaurants blieben am Donnerstag geschlossen, auf den Straßen der Hauptstadt Managua war wenig Betrieb.

„Die wenigen Anhänger des todkranken Regimes sollen sehen, wo sie stehen, und wie wichtig es ist, sich auf die richtige Seite zu stellen“, schrieb das Oppositionsbündnis Alianza Cívica auf Twitter. Allerdings folgten nicht alle Nicaraguaner dem Aufruf der Regierungsgegner zum Generalstreik. Öffentliche Schulen und Universitäten, Tankstellen und Banken waren geöffnet.

Seit Beginn der Proteste gegen die Regierung von Präsident Daniel Ortega vor mehr als einem Jahr wurden nach Angaben der Opposition rund 800 Menschen wegen ihrer Teilnahme an Demonstrationen und Kundgebungen festgenommen. Zuletzt wurden mehr als 300 in den Hausarrest entlassen. Die Regierungsgegner fordern allerdings, dass alle politischen Häftlinge auf freien Fuß gesetzt und die Vorwürfe fallengelassen werden. Auch die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verlangte die Freilassung der Gefangenen. Die Regierung sagte zu, die Häftlinge bis zum 18. Juni freizulassen.




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