Letztes Update am So, 26.05.2019 05:17

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl - Medien: Erfolg für slowakische Liberale und Rechtsextreme



Bratislava (APA) - Bei der EU-Wahl in der Slowakei dürften laut Medienberichten von Sonntagnacht die Liberalen der Partei Progressive Slowakei (PS) einen deutlichen Erfolg feiern. Stark schnitten bei dem Votum vom Samstag laut ersten Trends gleichzeitig auch die Rechtsextremen der LSNS von Marian Kotleba ab.

Nach Angaben des Blattes „Dennik N“ (online) und des Nachrichtenportals „Aktuality.sk“ erhielt die PS laut Informationen aus mehreren Hundert der 6.000 Wahlkreise 18 Prozent der Stimmen und lag damit nur einen Prozentpunkt hinter der stärksten Regierungspartei Smer. Für diese stellt ein Ergebnis von offenbar nur 19 Prozent nach ihren 24,09 Prozent der bei letzten Europawahl vor fünf Jahren einen herben Rückschlag dar.

Die rechtsextreme Volkspartei - Unsere Slowakei (LSNS) konnte sich laut den veröffentlichten Trends demgegenüber von nur 1,73 Prozent bei der Europawahl 2014 auf 13-14 Prozent stark steigern und könnte damit die oppositionellen Christdemokraten (KDH, 11 Prozent) überholen. Die mitregierenden Parteien SNS (Slowakische Nationalpartei) und Most-Hid (Brücke) kamen demnach auf nur fünf bzw. drei Prozent. Die mit der FPÖ verbündete, 2015 gegründete Partei Sme rodina (Wir sind eine Familie) von Boris Kollar dürfte demnach ebenfalls bloß fünf Prozent erhalten.

Die erst 2017 gegründete, bisher nicht im Parlament vertretene liberale PS hatte bereits im März mit der Wahl von Zuzana Caputova zur Staatspräsidentin des Landes einen ersten Erfolg feiern können.

Die offiziellen Auszählungsergebnisse der in verschiedenen Ländern an verschiedenen Tagen stattfindenden Europawahlen dürfen erst nach der Schließung der Wahllokale in Italien am Sonntag um 23.00 Uhr veröffentlicht werden. In manchen Ländern veröffentlichen Medien allerdings bereits zuvor Trends, die etwa auf Umfragen vom Wahltag, Nachwahlbefragungen oder auf der Befragung von Wahlzeugen beruhen. Am Samstag hatten Lettland, Malta und die Slowakei gewählt - in Tschechien ging an diesem Tag die zweitägige EU-Wahl zu Ende.




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