Letztes Update am Di, 28.05.2019 13:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Türkischer Einsatz gegen PKK im Nord-Irak



Bagdad (APA/dpa) - Die Türkei hat im Nordirak einen Militäreinsatz gegen angebliche Mitglieder der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK begonnen. Türkische Sender zeigten Bilder von Soldaten am Boden und von Helikoptern. Das Verteidigungsministerium bestätigte in einer Stellungnahme am Dienstag, dass der Einsatz seit Montagabend im Gange sei.

Es gehe darum, in der Hakurk-Region Terroristen zu „neutralisieren“ und ihre Höhlen und Verstecke zu zerstören. Die PKK gilt in der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation. Die türkische Luftwaffe fliegt regelmäßig Luftangriffe gegen Stellungen der PKK, die in der Grenzregion im Nordirak ihr Hauptquartier hat. Im Jänner gab es dort einen blutigen Zusammenstoß zwischen türkischen Soldaten auf einem grenznahen Posten und Demonstranten, die kurdischen Angaben zufolge gegen zivile Opfer bei einem Bombardement protestiert hatten. Mindestens ein Demonstrant war demnach gestorben. Die Zentralregierung in Bagdad kündigte damals die Einbestellung des türkischen Botschafters an.

Im April und Mai waren in türkischen Provinzen nahe der irakischen Grenze Berichten zufolge mehrere Menschen bei angeblichen PKK-Anschlägen, PKK-Beschuss über die Grenze hinweg und Kampfhandlungen mit „Terroristen“ getötet worden.

Gleichzeitig ist am Dienstag der irakische Präsident Barham Salih zu Besuch in der Türkei. Präsident Erdogan soll ihn am Abend treffen. Es ist der zweite Besuch von Salih in der Türkei in diesem Jahr.

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