Letztes Update am Di, 28.05.2019 13:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Neuer Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen will Internationalität



Innsbruck (APA) - Der designierte Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Peter Assmann, hat für die sechs Standorte in Innsbruck eine „internationalere Ausrichtung“ angekündigt. Assmann, der mit November sein Amt antreten wird, kündigte am Dienstag bei einer Pressekonferenz in der Tiroler Landeshauptstadt etwa Ausstellungen im Ferdinandeum über „Frauen im Iran“ oder „Italienische Reisen“ an.

Auch die neue Aufsichtsratsvorsitzende der Tiroler Landesmuseen, Ex-Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, soll zur „Erhöhung der überregionalen Strahlkraft beitragen“, wünschte sich der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). Außerdem hole man sich mit Gürtler, die Ex EU-Kommissar Franz Fischler nachfolgen wird, auch zusätzliche „Wirtschaftskompetenz“ in das Aufsichtsratsteam. Die auf diese Weise gelobte Gürtler gab sich bescheiden. „Ich bin keine Kunstexpertin, aber ich habe einen engen kulturellen Bezug zu Museen und Musik“, meinte Gürtler, die unter anderem den Wiener Opernball organisierte, die Spanische Hofreitschule leitete und in Seefeld das Hotel Astoria betreibt.

Voller Tatendrang angesichts der neuen Aufsichtsratsvorsitzenden und seiner kommenden Aufgaben zeigte sich indes Assmann. „Ich freue mich immens“, meinte er. Auch das 200 Jahr-Jubiläum des Ferdinandeums, das im Jahr 2023 ins Haus steht, bezeichnete Assmann als große Motivation. Bis dahin werde er aber seinen Blick, sowohl was die Positionierung der Häuser als auch was die Inhalte der Ausstellungen betrifft, unter anderem in Richtung Wien oder Italien richten.

Zu tun bleibt indes bis 2023 genug. „Barrierefreiheit“ ist dabei noch eines der weniger komplexen Themen, die auf Assmann warten. So möchte der designierte Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen auch die Frage des derzeit nichtvorhandenen Veranstaltungsraumes im Ferdinandeum lösen, den „historischen Ort Zeughaus“ neu bestimmen, und die Dauerausstellung in den Räumlichkeiten im Zwischengang von „Tirol Panorama“ und „Kaiserjägermuseum“ federführend neu konzipieren. Außerdem soll der geplante Umbau des Ferdinandeums bis zum Jubiläumsjahr 2023 abgeschlossen sein. „Das geht sich aus“, versicherte Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) diesbezüglich, während Platter eine „seriöse Kostenrechnung“ versicherte.

Neben der stärkeren internationalen Ausrichtung soll das Ferdinandeum dann als eine Art „Haus der Kunst“ etabliert werden. Darüber hinaus will Assmann die Geschichte des Hauses selbst dann neu beleuchten. Auch auf eine „Verstärkung der Zweisprachigkeit“ dürfe man sich einstellen.

Assmann tritt seine Funktion mit 1. November an. Er folgt Wolfgang Meighörner nach, dessen Vertrag nicht mehr verlängert worden war.




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