Letztes Update am Di, 28.05.2019 18:15

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen schließen mit Abschlägen



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 15,18 Einheiten oder 0,45 Prozent auf 3.348,86 Zähler.

Konjunkturdaten selbst sorgten am Berichtstag für begrenzten Einfluss. Vielmehr dürfte das Geschehen am politischen Parkett in den Mittelpunkt gerückt sein, besonders jenes in Italien. Denn die EU-Kommission dürfte kommende Woche gegen den südlichen Nachbar Österreichs aufgrund der Schuldenthematik ein Strafverfahren einleiten.

„Sollten die Anleger das Vertrauen in Italien verlieren, wird es an den Börsen ungemütlich“, erläuterte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners die Thematik. Italien sei zu groß für einen Rettungsschirm und könnte im Alleingang eine neue Eurokrise auslösen.

Mit Blick gerichtet auf den Aktienmarkt zeigten sich Bankenwerte mit teils klaren Abschlägen. Im italienischen Leitindex FTSE-MIB, der selber um 0,50 Prozent nachgab, verloren die Anteilsscheine UniCredit, Finecobank und Intesa Sanpolo jeweils mehr als ein Prozent.

Aber nicht nur italienische Finanzwerte verbuchten Verluste. Die Aktien der Societe Generale gaben innerhalb des Euro-Stoxx-50 um 1,95 Prozent nach und in Frankfurt verloren Deutsche Bank 2,20 Prozent.

Im Zentrum lag auch die Autobranche. So gewannen Renault in Paris 0,84 Prozent, einen Tag nach der in den Raum gestellten Fusion mit FiatChrysler. Die Mailand-Notierungen des amerikanisch-italienischen Autoherstellers gaben dagegen um 0,89 Prozent nach.

Darüber hinaus zeigten sich Peugeot mit satten Zuschlägen. Sie kletterten innerhalb des französischen Leitindex CAC-40, welches selber um 0,44 Prozent leichter schloss, an die Spitze des Pariser Börsenbarometers mit plus 4,62 Prozent.

Unter den weiteren Einzelwerten gewannen die Aktien von Vivendi 0,98 Prozent. Sie hoben sich nach einem am Vorabend angekündigten Zukauf und einer positiven Studie der Deutschen Bank vom schwachen Marktumfeld in Europa ab.

Ebenfalls im Blickfeld standen die Anteilsscheine der Fluglinie SAS. Die skandinavische Fluggesellschaft verzeichnete aufgrund tagelangen Streiks im Tarifdisput mit den Piloten-Gewerkschaften höhere Verluste. Im zweiten Geschäftsquartal fiel der Vorsteuerverlust mit 1,22 Mrd. schwedischen Kronen mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahreszeitraum. Die Aktien brachen um 10 Prozent ein.

In London stiegen die Aktien von NMC Health aufgrund einer besseren Umsatzausblicks um 7,47 Prozent. Gestützt hatten darüber hinaus Bergbauwerte. Rio Tinto zeigten sich als stärkster Wert der Branche mit plus 2,89 Prozent.

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Index Aktuell Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.949,71 -4,92 -0,17 2.954,63 Frankfurt DAX 12.027,05 -44,13 -0,37 12.071,18 London FTSE-100 7.268,95 -8,78 -0,12 7.277,73 Paris CAC-40 5.312,69 -23,50 -0,44 5.336,19 Zürich SPI 11.710,90 -35,41 -0,30 11.746,31 Mailand FTSEMIB 20.260,98 -102,15 -0,50 20.363,13 Madrid IBEX-35 9.191,80 -24,60 -0,27 9.216,40 Amsterdam AEX 549,10 -0,12 -0,02 549,22 Brüssel BEL-20 3.488,32 13,49 0,39 3.474,83 Stockholm SX Gesamt 1.565,12 -3,11 -0,20 1.568,23 Europa Euro-Stoxx-5 3.348,86 -15,18 -0,45 3.364,04

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Euro-Stoxx 365,42 -1,09 -0,30 366,51 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA490 2019-05-28/18:14




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