Letztes Update am Mi, 29.05.2019 09:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


50 Jahre Mondlandung - Müll am Mond: Fäkalien, Schrott und eine Bibel



Wien (APA/dpa) - Die Menschheit vermüllt den Planeten - und auch sein kleiner Begleiter ist bereits übersät mit Hinterlassenschaften: Werkzeuge, Kabel und Kameras, Seife, Handtücher und Nagelscheren - aber auch Fäkalien, Urinbehälter und Beutel mit Erbrochenem liegen auf dem Mond.

Nach den Besuchen vom Planeten Erde gleicht der Erdtrabant mancherorts einer Müllhalde. Rund eintausend Dinge hat die Menschheit - allen voran die zwölf Apollo-Astronauten, die den Mond von 1969 bis 1972 betraten - dort bereits zurückgelassen.

Einige der Hinterlassenschaften überraschen besonders. So brachte die Besatzung der legendären „Apollo-11“-Mission neben der goldenen Nachbildung eines Olivenzweigs 1969 eine Diskette voller „Goodwill“-Botschaften „vom Planeten Erde“ mit. Astronaut Alan Shepard schlug 1971 einige Golfbälle, um festzustellen, dass sie angesichts geringerer Schwerkraft wesentlich weiter als auf der Erde fliegen. Eine Bibel, die Feder eines Falken sowie 100 Banknoten ließ James Irwin bei der Mission „Apollo 15“ zurück. Charles Duke, zehnter Mensch auf dem Mond, entschied sich für ein Familienfoto.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die bis 2012 zurückgelassenen Objekte in einer Liste zusammengefasst. Seither brachten weitere Missionen Geräte zum Mond - etwa das chinesische Mondfahrzeug „Yutu“ (Jadehase). Anfang 2019 gelang es China zudem als erstem Land der Welt, eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes zu landen.

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Der geplante Besuch einer israelischen Raumsonde scheiterte im April: „Beresheet“ zerschellte auf der Oberfläche - und liegt dort nun wie viele weitere Sonden, die gewollt oder ungeplant einschlugen. Der erste künstliche Flugkörper, der gezielt auf den Mond krachte, war am 13. September 1959 die Sonde „Lunik 2“ der damaligen Sowjetunion.




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