Letztes Update am Mi, 29.05.2019 09:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


50 Jahre Mondlandung - Via Leinwand ins All: Mondlandungen im Kino



Wien (APA/dpa) - Seit seinen Anfängen erobert das Kino unseren nächsten Nachbarn im Weltall. Ein Überblick über filmische Auseinandersetzungen mit dem Mond:

„Die Reise zum Mond“ (1902): Der Franzose Georges Melies sorgte mit seinem etwa 13-minütigen Science-Fiction-Stummfilmklassiker in den Anfangsjahren der Filmgeschichte für Furore. Seine Raumfahrer bekamen es mit feindlichen Mondbewohnern zu tun. Besonders berühmt ist die Spezialeffekt-Szene, in der die Kapsel im rechten Mondauge landet.

„Die Frau im Mond“ (1929): In Fritz Langs letztem Stummfilm macht sich eine sechsköpfige Crew auf den Weg zum Mond, um dort nach Gold zu suchen. Der deutsche Regisseur zeigte in den mehr als 150 Minuten keine Mondbewohner, sondern fokussiert sich auf die wissenschaftliche Eroberung des Alls. Als dramatisches Element erfand er den heute in der Raumfahrt üblichen Countdown.

„2001: Odyssee im Weltraum“ (1968): Das US-Filminstitut hält Stanley Kubricks Meisterwerk für den besten Science-Fiction-Streifen. Seine optischen Effekte prägten das Genre. Berühmt ist die Anfangsszene, in der Frühmenschen auf der Erde unter den Klängen von Richard Strauss‘ „Also sprach Zarathustra“ und dem Einfluss eines schwarzen Monolithen Werkzeuge und Waffen entdecken. Die von Außerirdischen errichtete Stele wird Jahrtausende später auch auf dem Mond gesichtet.

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„Wallace & Gromit: Alles Käse“ (1989): Im ersten Knet-Trickfilm des Briten Nick Park fliegen der Erfinder Wallace und sein Hund per Rakete zum Mond. Ihnen ist nämlich der Käse ausgegangen, und auf dem Gestirn gibt es bekanntlich mehr als genug. Doch erwartet die Mundräuber dort der Bewacher des Mondes - und ihre Rückreise steht auf dem Spiel.

„Apollo 13“ (1995): Eigentlich sollte „Apollo 13“ im April 1970 als dritte NASA-Mission auf dem Mond landen, doch explodierte auf halber Strecke ein Sauerstofftank. Die Crew musste nach einer Runde um den Mond auf die Erde zurückkehren. Ron Howard verfilmte den Fehlschlag mit Tom Hanks in der Rolle des US-Kommandanten James Lovell - samt berühmt gewordenem Zitat „Houston, wir haben ein Problem“.

„Space Cowboys“ (2000): Clint Eastwood, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland und James Garner spielen gealterte Astronauten, die im All einen Satelliten unschädlich machen sollen, weil dieser auf die Erde zusteuert. Einer von ihnen sitzt am Ende einsam auf dem Mond.

„Transformers 3: Die dunkle Seite des Mondes“ (2011): Im dritten Teil der Actionreihe entdecken die US-Raumfahrer Neil Armstrong und Buzz Aldrin bei ihrem Mondspaziergang 1969 in streng geheimer Mission ein gewaltiges Alien-Raumschiff - mit den entsprechenden Auswirkungen auf den späteren Kampf: Roboter gegen Roboter, Roboter gegen Mensch.

„Iron Sky“ (2012): In dem absurd-komischen, politisch vollkommen unkorrekten Action-Trash-Spektakel aus Finnland leben die Nachfolger von Adolf Hitler in der Polarstation Neuschwabenland auf dem Mond. Die Nazi-Gemeinde um Oberbösewicht Udo Kier bastelt daran, auf die Erde zurückzukehren und die Weltherrschaft an sich zu reißen. Kult.

„Aufbruch zum Mond“ (2018): Es ist die Geschichte von Neil Armstrong, der 1969 als erster Mensch den Mond betritt - gespielt von Superstar Ryan Gosling. Regisseur Damien Chazelle inszenierte die Mission nicht als patriotisches Heldenwerk, sondern als sehr persönlichen Moment. Daher wird auch nicht die US-Fahne effektvoll in den Boden gerammt.

„APOLLO 11“ (2019): Ab 7. Juli zeichnet die schlicht betitelte Dokumentation auch in den heimischen Kinos die damaligen Ereignisse nach. Regisseur und Emmy-Preisträger Todd Douglas Miller konnte dafür auf teilweise noch nie gezeigtes Film- und Audiomaterial von Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Co zurückgreifen. Die aufwendig restaurierten Bilder eröffnen neue Blickwinkel auf die wegweisende Mission.




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