Letztes Update am Mi, 29.05.2019 12:20

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


GTI-Treffen bei strömendem Regen in Kärnten gestartet



Bei strömendem Regen hat am Mittwoch in Reifnitz am Wörthersee das offizielle GTI-Treffen begonnen. Den Auftakt feierten die Tuning-Fans mit einem Autocorso. Mit neuer Organisation will das Festival ja heuer „zurück zu den Wurzeln“, das heißt, die Autos sollen wieder mehr im Vordergrund stehen, man will weg vom „Ballermann“-Image. Party darf abends aber trotzdem sein - mit Lasershows und Liveacts.

Mit schönem Wetter für das bis Samstag laufende Auto-Event ist wohl erst ab Freitag zu rechnen. In Kärnten sind die Autofans bereits seit Wochen unterwegs. Der Trend zu Vor- und Nachtreffen rund um die Kärntner Seen, zu denen sich die GTI-ler über Social Media verabreden, war auch heuer wieder deutlich spürbar - nicht immer zur Freude der Anrainer. Angesichts kontroversieller Diskussionen über das Treffen möchte sich Roland Sint, Geschäftsführer des Wörthersee Tourismus, nicht ausführlich zu Treffen und Buchungslage äußern. „Die Sache hat zwei Gesichter: Auslastung und Frequenz trotz dieser Wetterlage, aber auch Lärmbelästigung durch Unbelehrbare“, sagte er am Mittwoch auf APA-Anfrage.

Bei der Polizei hieß es, einige Verwaltungsübertretungen wurden geahndet, vor allem Temposünder, ungebührlicher Lärm oder Rauch durch Fehlzündungen und „Gummi-Gummi“, außerdem nicht typisierte Umbauten. So wurde vergangene Woche ein belgischer GTI aus dem Verkehr gezogen, der wohl als „fahrendes Wrack“ bezeichnet werden konnte. Zahlreiche Mängel wurden festgestellt, unter anderem war an den Antriebsrädern bereits das Gewebe sichtbar, Reifenteile klebten an den hinteren Kotflügeln, offensichtlich hatte der Lenker zuvor die Räder durchdrehen lassen („Gummi-Gummi“). Das Auto war offensichtlich nur an den Wörthersee gebracht worden, um Lärm zu erzeugen und dadurch für Unterhaltung zu sorgen, ärgerte sich die Polizei.

Strafrechtliches ist bei den Vortreffen heuer kaum angefallen, lediglich kleine Sachbeschädigungen wie zerkratzte Autos. Verkehrsbehinderungen und Staus gab es aber sehr wohl. Die Straße zum Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel musste teilweise wegen Überlastung gesperrt werden. Bei der Villacher Alpenstraße, einer mautpflichtigen Bergstraße in ein Naturschutzgebiet, wurde wegen der GTI-Fans ein nächtliches Einfahrtsverbot verhängt.




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