Letztes Update am Mi, 29.05.2019 20:49

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Federer gab sich in Paris gegen Deutschen Otte keine Blöße



Rafael Nadal und Roger Federer haben sich am Mittwoch ohne Satzverlust in die dritte Runde der French Open gespielt. Nadal ließ auch dem zweiten deutschen Qualifikanten en suite, Yannick Maden, in Paris beim 6:1,6:2,6:4 keine Chance. Federer sparte beim 6:4,6:3,6:4 gegen den deutschen Lucky Loser Oscar Otte ebenfalls Kräfte für die spätere Turnierphase.

Im Kampf um das Achtelfinale hat Nadal allerdings am Freitag eine weit schwierigere Prüfung vor sich, trifft er doch auf den starken Belgier David Goffin, der bisher auch noch keinen Satz abgegeben hat. Federer trifft auf den Norweger Casper Ruud, der den als Nummer 29 gesetzten Italiener Matteo Berrettini mit einem Dreisatz-Sieg überraschte.

Ebenfalls weitergekommen sind der als Nummer 6 gesetzte Grieche Stefanos Tsitsipas sowie die Nummer 7, Kei Nishikori. Beide kamen erst langsam auf Touren und mussten jeweils Satz eins abgeben. Tsitsipas besiegte den Bolivianer Hugo Dellien 4:6,6:0,6:3,7:5, Nishikori rang Frankreich Publikumsliebling Jo-Wilfried Tsonga 4:6,6:4,6:4,6:4 nieder.

Unerwartet klar schaffte der dreifache Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka, darunter in Roland Garros 2015, den Aufstieg gegen den starken Chilenen Cristian Garin. 6:1,6:4,6:0 spricht eine klare Sprache. Wawrinka hat sich übrigens vor Kurzem von Langzeitpartnerin und Tennisspielerin Donna Vekic getrennt.

Seine Wildcard nutzen will der plötzlich stark aufspielende Doppelpartner von Jürgen Melzer, Nicolas Mahut. Der Franzose ließ dem höher eingeschätzten Philipp Kohlschreiber mit dreimal 6:3 keine Chance. Dafür ist Grigor Dimitrow wieder da, er sorgte in einem 4:23-Stunden-Thriller und einem 6:7(3),6:4,4:6,7:6(2),6:3 über Marin Cilic (CRO-11) für eine Überraschung.

Bei den Damen steht Vorjahresfinalistin Sloane Stephens in der Runde der letzten 32. Die als Nummer 7 gesetzte US-Amerikanerin besiegte Sara Sorribes Tormo (ESP) mit 6:1,7:6(3). Dafür musste Mitfavoritin Kiki Bertens, die Nummer 4 des Turniers, nach nur vier Games aufgeben. Die Niederländerin hatte in der Nacht vor dem Match Brechdurchfall. „Da war einfach keine Energie mehr da.“ Viktoria Kuzmova (SVK) kam somit fast kampflos in die letzten 32.

Die Nummer zwei der Damen, Karoline Pliskova, hatte hingegen beim 6:2,6:2 über die Slowakin Kristina Kucova einen kurzen Arbeitstag. Ab sofort keinen Arbeitstag auf WTA-Tour-Ebene hat Pliskovas tschechische Landsfrau Lucie Safarova mehr. Die French-Open-Finalistin von 2015, Lucie Safarova, hat nach ihrem Doppel-Aus am Mittwoch das Ende ihrer Karriere bekanntgegeben. Die 32-Jährige war vor vier Jahren noch Nummer 5 der Welt.




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